Die Blackroll Trainer Ausbildung – keep rolling baby *Kooperation*

Veröffentlich am: 4. Dezember 2018

In der Kategorie: Allgemein

Verfasser(in): Chris

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Wenn eine Marke es schafft, dass man den Markennamen anstelle des Produktes sagt, hat man es schon ziemlich geschafft, oder?
Beispiele gefällig?

Ich “google” mal
oder
hast du mal nen “Tempo” (Taschentuch)
oder wie hier
ich muss nachher noch auf die “Blackroll”

Die “Pioniere der Schmerzen” machen nicht nur Rollen und diverses Zubehör um auch wirklich alle Faszien so richtig zu bearbeiten, nein man kann die Anwendung auch richtig erlernen.
Ich durfte den Trainer-Lehrgang zur offiziellen Blackroll® Trainer Lizenz und die Fortbildung zum “Blackroll® Moves” Kursleiter besuchen.
Aber bringt das was, ausser Schmerzen bei mir und anderen?


Spoileralarm: Ich habe beide bestanden :D

Eigentlich stellt man sich ja die Frage:

Was soll ich da lernen, das bisschen rollen kann ich schon, oder?

Genau so bin ich auch erst ran gegangen. Nach zehn Minuten im Kurs wusste ich allerdings schon, dass der Großteil von dem, wie ich die Blackroll® bisher genutzt habe, nicht wirklich richtig war.

Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich damit näher zu beschäftigen und eventuell auch Kurse zu geben, kommt um den Trainerlehrgang nicht rum. Blackroll® baut alle Kurse auf den Basis Trainer Kurs auf, was auch Sinn macht, um ein Grundverständnis für Faszien und deren Funktionen im Körper und am Muskel zu verstehen.

Voraussetzung für den Kurs ist medizinische Vorkenntnis (Arzt, Physiotherapeut etc.) oder ein abgeschlossener Trainerlehrgang mind. B-Lizenz. Dieses hat den Hintergrund, dass der Kurs nicht im Urschleim der Muskellehre beginnt und Zusammenhänge und Wirkungen der Muskeln, Sehnen und Faszien im Körper einfach voraussetzt. Es ist schon viel Stoff an Theorie und Praxis für einen Tag in acht Stunden, aber von nichts kommt nichts.

Wir hatten in Berlin in der Schulung das Glück, dass der Kursleiter Stefan mit seinen vielen praxisnahen Beispielen und Erklärungen auch bei den 1-2 Teilnehmern ohne die Vorbildung die Inhalte gut rüberbringen konnte. Mit lateinischen Begriffen für die Muskeln, werde ich mich auch immer schwer tun. Solltet auch ihr Interesse an dem Seminar haben und keine medizinischen Kenntnisse, meldet euch bei Blackroll® direkt! Hier könnt ihr abklären, ob es trotzdem Sinn machen kann oder nicht!

Faszien sind faszinierend !

Abgesehen davon, das noch lange nicht alles dazu im Körper überhaupt erforscht ist, machen die Faszien eine Menge in und mit uns.

Die sogenannte Faszienrolle sorgt für den besseren Stoffwechsel und Nährstofftransport im Muskel. Also wer nach der Belastung ordentlich rollt, verkürzt die Regenerationsdauer und ist schneller bereit für stärkere oder härtere Belastungen.

Inhalt kurzgefasst:
Hier wird sowohl theoretisch als auch praxisnah vermittelt, was Faszien sind, bzw. wie sie mit den Musklen und allem anderen im Körper zusammenspielen. Welche Faszienstränge es gibt, worauf man achten “kann” wenn man Probleme im Bewegungsapparat hat und was eventuell Abhilfe schaffen kann. Die richtige Anwendung und was es für Anwendungsgebiete gibt und auch wo man hellhörig werden sollte und was man nicht “rollen” sollte.

Nach der Theorie folgt die Praxis und wir hatten im Kursraum ausreichend Zeit, die kleinen und großen Schmerzbereiter zu testen. Unter Anleitung ging es von “aktivierendem” Rollen bis hin in die Tiefenmuskulatur. Dabei halfen viele vorher/nachher Beispiele zu verdeutlichen, was man alles erreichen kann, wenn…

Gute Beispiele worauf man auch bei anderen achten kann oder besser gesagt sollte, rundeten das Ganze ab. Die Praxisteil war sehr aufschlussreich und natürlich war dieser interessanter als die Theorie. Allein das noch einmal vertiefen, wäre schon einen weiteren spannenden Kurs wert.

Ich hatte im Vorfeld ein bisschen die Befürchtung das Blackroll® diesen Lehrgang als Verkaufsschulung “ausnutzt”, dass war aber zu keinem Zeitpunkt der Fall! Das Produktportfolio war zwar am Rande aufgebaut und man konnte sich in den Pausen inspirieren lassen, aber zu keinem Zeitpunkt wurde man gezwungen irgendwas zu kaufen!

Allerdings war man schnell verleitet nach den eingestreuten Praxisteilen auch die selbst genutzten Accessoires fürs Homegym oder die weiterführenden Kurse gleich mit zu nehmen. Macht ja Sinn, das Erlernte zuhause zu vertiefen. Vieles hatte ich ohnehin schon zuhause, aber zwei bis drei neue “Folterinstrumente” kamen noch hinzu. Ihr denkt die Oberschenkelaussenseite ist das schmerzhafteste was man mit der Blackroll® bearbeiten kann, es gibt noch viel viel mehr und

“JAAAA, es muss wehtun”

wie der Coach so schön zu sagen pflegte! ( Ja, alle aus meinem ASICS Lauftreff kennen den Spruch auch schon länger, das ist glaub ich automatisch in der Trainer-DNA verankert)

Der Preis für das Seminar liegt bei 199€. Darin enthalten sind Teilnehmer Handouts mit allen im Kurs besprochenen Themen und Beispielen. Ein Lehrbuch “Funktionelles Faszientraining mit der Blackroll®” und die Nutzung aller benötigten Blackroll® Produkte. Ihr braucht selbst nicht mitzubringen, ausser einem Handtuch, Blackroll® stellt sonst alles was man braucht!

Ein Tipp in eigener Sache: Nehmt euch ausreichend Getränke und Snacks mit. Die Praxis ist “auch wenns nur rollen ist” anstrengend und schweißtreibend.

Location:
In Berlin finden die Kurse immer im Homes Place Ostkreuz statt. Das ist ein wirklich modernes und optisch sehr ansprechendes Fitnessstudio in Friedrichshain/Rummelsburg. Seminarräume und natürlich Kursräume sind hier an einem Ort gebündelt. Die Location hat mir gut gefallen, auch wenn es mich selbst als Berliner schon 50 Minuten Anreise gekostet hat. Ein bisschen zentraler wäre hier wünschenswert.

Kurs und Teilnehmer:
Die beiden Kurse haben mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Die Teilnehmer waren, obwohl wild zusammengewürfelt, ein homoges fast schon eingespieltes Team. Einzig was manchmal zu regen Diskussionen führte, waren die verschiedenen Ansätze und Wirkungsweisen im Körper. Stefan der Kursleiter, war da zwar sehr offen, weil es natürlich nicht nur richtig und falsch gibt, aber wenn man Mediziner dabei hat, wissen die es halt immer besser ;)
Tendenziell könnte man aus jedem Kurs Locker zwei 2 Tage machen oder den Tag noch länger füllen, aber irgendwann ist es auch zu viel Input. Der Mix aus Theorie und Praxis ist gut und hilft dabei, die doch immer irgendwie trockene Theorie aufzupeppen. Für mich hätte es noch mehr Praxis sein können, das haben wir aber am nächsten Tag im nächsten Kurs nachgeholt.

Preis/Leistung:
Tja, schwer zu sagen. Wo fängt man da preislich an und wo hört man auf. Ich denke für einen acht Stunden Tag voll mit neuem Input kann man schon die oben erwähnten 199 € nehmen. Trainer und Lizenztechnisch ist das Gang und Gebe und gerade Physiotherapeuten und Trainer zahlen da bei Fortbildungen ein vielfaches.

Fazit:
Mir hat es insgesamt eine Menge neue Erkenntnisse gebracht, die mir sowohl in meinem sportlichen Alltag also auch in meinen Trainingskurs weiterhelfen. Wirklich sinnvoll ist dieser Kurs, wenn ihr euch in Zukunft mit der Blackroll® und den Kursen weiter beschäftigen möchtet und auch Kurse geben wollt. Die weiterführenden Ausbildungen wie “Blackroll® meets Yoga” , “Fit&Roll®” , Blackroll® meets Therapy und Blackroll® Moves Education bauen auf dem Basic Kurs auf und können nur nach Teilnahme von diesem absolviert werden.
Interesse bekommen? Schaut es euch auf der Homepage von Blackroll® genauer an, schreibt dem Team bei Fragen eine Email oder fragt auch gerne mich :D

Was ich am zweiten Tag im “Moves Education” Seminar lernte, lest ihr im nächsten Artikel…

Was sagt ihr, könnte euch das interessieren ?

P.s. So sieht man aus nach einem Wochenende “rollen” aus :)

Hinweis in eigener Sache:

Wir danken Blackroll® für die Möglichkeit der Teilnahme an dem Kursprogramm.  Alle Texte sind frei formuliert und spiegeln unsere eigenen (subjektiven) Eindrücke wieder.

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