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Blogger sind keine kostenlose Werbeplattform !!

von Chris

Kurz und knapp – Bei mir brodelt es schon seit einer Weile.

Immer öfter kommt man mit anderen Bloggern in persönlichen Gesprächen auf das Thema Produkttests und die Präsentation im eigenen Blog. Oft werden wir zu Events eingeladen und erhalten je nach dem mal das ein oder andere “Dankeschön” dafür.
Wir “Flitzpiepen” und auch viele andere Kollegen bedanken sich mit ausführlichen Berichten, aufwendigen Bildbearbeitungen und entsprechenden Präsentationen im eigenen Blog und auf den eigenen Social Media Kanälen.

Allerdings denken anscheinend noch einige Hersteller und deren Agenturen, das sie uns Blogger als kostenlose Werbeplattform “missbrauchen” können. Werbung in Print oder Digitalmedien kostet viel Geld und Blogger, na ja die machen das ja umsonst und aus Spass an der Freude.

Wie sagte die liebe Oma schon früher: “Umsonst ist nur der Tod und der kostet noch das Leben”

Ich spreche jetzt mal für uns Flitzpiepen. Wir schreiben jetzt seit 2-3 Jahren regelmäßig und mit viel Herzblut unsere Artikel.
Das kostet uns selbst viel Zeit. Zeit die wir weder für Arbeit, Training oder Familie und Freunde nutzen können.

Wir machen das aber nicht um hiermit reich zu werden, sondern weil wir es gerne tun.

Nicht wenig Produkte die wir hier vorstellen, haben wir selbst bezahlt und schreiben drüber, weil wir es wollen.

Wenn uns ein Hersteller/Agentur schon anschreibt, ob wir was Testen möchten und uns dafür quasi als Werbeplattform nutzen möchten, kostet das sowohl uns, als auch dem Auftraggeber etwas.

Sitzt einer von Euch aus Spass und kostenlos auf Arbeit, weil er den/die Chef/in so mag? Sofern da nicht mehr mitm Chef/in läuft, tendenziell nicht, oder?

Das ist wie im Geschäftsleben genauso wie auch im Privatleben. Eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit, beruht immer auf ein Geben und Nehmen! Was sich im Idealfall auch die Waage hält!

Aktuelles Beispiel:

Ein sehr namhafter Hersteller (den Namen nenne ich hier nicht) von sowohl qualitativ, als auch preislich sehr hochwertigen Bekleidungen, schickte mir nach bereits sehr dürftigem Emailverkehr (Antworten seitens der Firma dauerten teilweise 2-4 Wochen pro Email) Testkleidung für den Zugspitz Ultratrail. Lieblos eingepackte Testware kam ohne jeglichen Lieferschein, geschweige denn mal einen Hinweis um welches Produkt es sich eigentlich handelte.
Die vereinbarte Testzeit ist jetzt um und ich möchte die Sachen doch auf eigene Rechnung zurücksenden.

Dafür das ich das teste und vielleicht noch bei uns in irgendeiner Form Werbung mache, darf ich noch die versicherten Portogebühren übernehmen?

Irgendwann ist ja mal gut, wir nennen uns zwar “die Flitzpiepen”, sind aber weder eine billige Werbeplattform noch sind wir ein bisschen doof und bezahlen noch für große Firmen die Versandkosten oder vielleicht im nächsten Schritt noch Miete für die Ware.

Liebe Hersteller/Agenturen, ein Blogger ist keine kostenlose Plattform um Werbung unters Volk zu bringen!

Es ist schon schlimm genug, wenn wir tagtäglich Massenanschreiben bekommen mit dem Einleitungssatz:

Hallo,
ich bin über eure Seite gestolpert und finde gut was ihr macht. Ich habe was für euch was da genau reinpassen würde….

Spätestens hier bin ich das erste mal geneigt auf löschen zu drücken! An guten Tagen gibts sogar eine Antwort zurück, das man vielleicht mehr Erfolg mit solchen Anfragen hat, wenn man sich fünf Minuten Zeit nimmt und mal schaut was die eigentlich in Ihrem Blog so machen! Worüber die Blogger so schreiben und was deren Spezialgebiete sind!

Und bitte, bitte nehmt Abstand davon ungefragt Produkte etc. zu den Bloggern zu senden. Nehmt euch die Zeit, tretet in Kontakt mit dem Blogbetreiber und verständigt euch ob das überhaupt für beide relevant ist!

So!!! Ein bisschen Dampf abgelassen.

An alle die uns sonst immer als lustige Truppe mit immer nem Lächeln auf den Lippen und nen frechen Spruch kennen, so sind wir auch weiterhin und so schreiben wir auch weiterhin hier. ;)

Ab und an muss man aber auch mal das Ventil öffnen und es raus lassen .

 

 

 

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20 Kommentare

Jürgen 14. Juli 2015 - 17:25

Word!

Reply
chriba76 14. Juli 2015 - 17:27

Das sehe ich ähnlich wie ihr. Ein Testprodukt, das man behalten darf, finde ich eine faire “Bezahlung”, wenn man seinen Blog nur hobbymäßig betreibt. Das, was Du da schilderst, ist aber echt dreist und daneben. Genau so finde ich es mit den komischen “Gastbeiträgen”. Ist mein Blog, und ich schreibe, was ich will.
Über Angebote von Firmen, die ich gut finde, freue ich mich natürlich immer. :)
Also: Gut gebrüllt, Löwe! Und bloggt weiter schön, damit ich was zum Lesen habe. ;)

Reply
Chris 14. Juli 2015 - 18:40

Gastbeträge wo wir den komplett vorgeschriebenen Text bei uns veröffentlichen kommen erst Recht nicht in Frage! Das hab ich sogar noch vergessen oben zu erwähnen, das kommt noch häufiger vor! Wir freuen uns auch über jede Anfrage die uns “alle” weiterbringt(den der die Anfrage stellt , uns – Die Flitzpiepen – und unsere Leser)!

Reply
Mandy 14. Juli 2015 - 18:09

Hi Chris,
schön, dass Du mal ausgesprochen hast, was in der Lauf- und Fitnessbloggerwelt leider immernoch zu kurz kommt. Und viel zu oft scheint es mir verpönt überhaupt über Kooperationen zu sprechen. Denn letztlich fließt in so einen Blog unglaublich viel Arbeit und vor allem Herzblut. Natürlich ist es super, wenn einen Marken fragen, ob man das ein oder andere Produkt testen möchte. Sportequipment ist eben nicht das günstigste und dazu möchte man sich als Sportler auch weiterentwickeln. Doch sehr oft werden dafür Gegenleistungen erwartet, die meiner Meinung nach mehr als dreist sind. Sei es das Zurücksenden von Produkten auf eigene Kosten oder die Forderung zusätzlich zu einem Artikel noch ein FB-Share hier und drei Instagrambilder dort. Ach und am besten noch ohne Kennzeichnung und bitte unbedingt ein Do-Follow-Link… Ja, nee, is klar. Natürlich blogge ich, weil ich gerne Werbeplattform für Marken bin und nicht für meine Leser mit denen ich eine Vertrauensbasis aufgebaut habe und in intensivem Austausch stehe. Äh nein! Sicher nicht!
Mich ärgern wie Dich unpersönliche Anfragen wie “LIeber Blogger” oder auch einfach Anfragen, die keinen Mehrwert für meine Leser und den Blog haben. Das ist traurig und ich denke mir immer, was für Zeitverschwendung für Brand, Agentur und eben mich… Sprich man mich jedoch richtig an, bekommt man auch ein tolles Paket mit dem der Kunde, ich und vor allem auch der Leser zufrieden ist. Denn letztlich geht es sowohl für eine Marke als auch mich darum meinen Leser glücklich zu machen, ihm bei seinen Problemen zu helfen und zu unterstützen. Nicht darum so billig und marktschreierisch Werbung zu machen. Denn das durchschauen mittlerweile auch die Leser…
Also, durchdachte Werbung und vor allem solche, die auch die Arbeit des Bloggers honoriert. Viele erahnen gar nicht wieviel Arbeit dahinter wirklich steht.
Ich hoffe, wir sehen uns am Wochenende in Hamburg!
Sonnige Grüße,
Mandy

Reply
Chris 14. Juli 2015 - 18:37

Danke Mandy für die Worte! Stehe ich auch voll und ganz dahinter! Gefühlt sind Agenturen, die im Namen der Hersteller schreiben , auch dreister mit ihren Forderungen! Nicht alle – gibt auch positive Ausnahmen!
Sind das ganze WE zum Triathlon da, hoffentlich haben wir die Zeit für nen Plausch!

Reply
Tom 14. Juli 2015 - 19:31

Hab ich das richtig verstanden? Ihr sollt Testklamotten zurückschicken? Bitte?

Reply
Chris 14. Juli 2015 - 20:28

Auf unsere eigenen Kosten ist das was mich daran viel mehr stört und leider ist das bei so einigen gang und gäbe geworden, wie wir schon öfter jetzt gehört haben!

Reply
Lynx 14. Juli 2015 - 20:18

Recht habt ihr :).

Reply
Eddy 15. Juli 2015 - 07:06

Ich kann Deinen Ärger sehr gut nachvollziehen. Auch bei mir treffen Anfragen ein, bei denen ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Aber insgesamt versuche ich es positiv zu sehen:

Wir Blogger werden erst in jüngster Zeit als Werbebotschafter von Unternehmen “ernst genommen”. Darum setzen eben immer mehr Unternehmen auf Kooperationen und nehmen mit uns Kontakt auf. Und das geschieht mal mehr und mal weniger professionell. Mal sind die Angebote lukrativ und mal lächerlich.

Blogger sind Neuland für die meisten Unternehmen. Und es gibt viel zu lernen. Und wir Blogger können dabei helfen: indem wir uns – wie von Dir richtig beschrieben – eben nicht als kostenlose Werbeplattform benutzen lassen, sondern nur zu fairen Bedingungen mit den Anbietern kooperieren. Ich nehme mir die Zeit, um auf eingehende Anfragen immer in dieser Form zu antworten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn wieder ein Online-Casino oder eine Gaming-Seite seinen SPAM versendet, dann reagiere ich darauf nicht…

Es gibt aber auch die positiven Beispiele: eines davon findest Du, wenn Du auf meinen Link klickst ;-)

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Rheinhessenläufer 15. Juli 2015 - 09:02

Ich bin zwar noch nicht in die Verlegenheit gekommen ein Produkt zum Test angeboten zu bekommen, allerdings finde ich die Masche die hier beschrieben wird auch ziemlich dreist. Außerdem habe ich bei Tests von gespornsorten Artikel immer einen gewissen negativen Beigeschmack. Wird das Produkt nicht vielleicht doch besser bewertet als es ist um auch in Zukunft wieder mit Testartikel versorgt zu werden. Am liebsten sind mit Berichte über selbstgekaufte Artikel. Da macht man sich vorher richtig Gedanken ob es auch das Richtige ist. Ebenso kann man die negativen Eigenschaften klipp und klar beschreiben. Man ist ja selber Schuld.
So hoffe ich noch viele neutrale Produkttests zu lesen.

LG
Rheinhessenläufer

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Olli 15. Juli 2015 - 11:32

Es ist uns egal ob wir die Sachen kaufen oder nicht. Wir bloggen hier um uns mit euch auszutauschen, um unsere Eindrücke zu vermitteln damit ihr euch ein Bild machen könnt. Sei es Veranstaltungen, Produkte oder Rezepte. Schönreden bringt uns nicht weiter. Wenn etwas negativ mitzuteilen ist, tuen wir es Kund. Wie Chris hier sehr schön beweist. VG Olli

Reply
Lucy 15. Juli 2015 - 13:30

Interessant zu lesen, dass die Kooperationsanfragen bei einem ganz anderen Blogthema im Prinzip genauso ablaufen, wie in der Blognische, die ich kenne. Muss aber leider sagen, dass sich in den letzten 6, 7 Jahren die Qualität der Anfragen, die mich erreichen, im Durchschnitt nicht verbessert hat. Wie lange sollen denn Blogs noch Neuland für die Unternehmen bleiben? Dass ihr die getestete Kleidung auf eigene Kosten an den Hersteller zurückschicken sollt, ist doch vollkommen absurd – was machen die denn bitte mit schon getragenen Sachen? Bekommt das dann der nächste Blogger?

Reply
Chris 15. Juli 2015 - 15:39

Stimme ich dir zu. Hab auch schon überlegt was die mit den Sachen machen. Die Bekleidung die ich hatte war nagelneu, aber aus hygienischen Gründen kannst die eigentlich nur entsorgen! Oder der Mitarbeiter mit dem ich Kontakt hatte benutzt die selbst weiter. (Hey vielleicht ist das der Grund?!)

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Rennmops 15. Juli 2015 - 19:51

Der geschilderte Umstand ist wirklich der Kracher. Dann noch zurückschicken auf eigene Kosten setzt dem ganzen noch die Krone auf. Das du/ihr ne “Krawatte” habt kann ich mir gut vorstellen. Mit “Porto bezahlt Empfänger” und ungewaschen würde das Paket bei mir zurückgehen. ich schick dir demnächst ne Unnerbuxe zum testen…die kannste aber nach 2 Wochen tragen am Stück behalten ;o)

Wir sehen uns…alte Säge !!! ;o)

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Chris 16. Juli 2015 - 16:17

soll ich Retouren über dich senden, das du was reinpacken kannst ;-)

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Rennmops 16. Juli 2015 - 21:25

Jap…hab noch ein paar alte Klamotten hier…

Reply
Din Eiswuerfel Im Schuh 15. Juli 2015 - 21:01

Meine Meinung dazu kennt ihr ja bereits. Wir hatten uns schon mehrmals darüber ausgetauscht und es ist immer sehr interessant zu lesen, welche Erfahrungen Blogger mit unterschiedlichen Unternehmen machen.

Grundsätzlich bin ich für einen fairen Umgang miteinander und exakte Absprache im Vorfeld. Es gibt mit Sicherheit sehr positive Beispiele, wie Kooperationen ablaufen können. Ebenso wie negative. Einige Unternehmen sind noch sehr unerfahren im Umgang mit uns Bloggern. Gern helfe ich ihnen dann auch beratend. Ich glaube, dass viele Unternehmen einfach auch nicht darüber nachdenken, wie viel Zeit, Energie und auch Liebe in jeden Post von uns fließen, was wir für Kosten (ja, die gibt es tatsächlich) haben und was es bedeutet, etwas wieder zurückschicken zu müssen. Allein mal vom Zeitaufwand her betrachtet. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass sich alle Unternehmen etwas mehr Zeit für die Arbeit mit Blogger, ihre Recherche und mit ihrer Ansprache geben. Das ist in der heutigen Zeit nicht einfach, wenn ausschließlich Ergebnisse und Zahlen zählen. Aber der Aufwand lohnt sich ganz sicher. Denn letztlich sind beide Seiten zufrieden.

Reply
Chris 16. Juli 2015 - 16:17

Genau Nadin, wir tauschen uns ja öfter aus und daher weiss ich auch was du manchmal für Kontakte/Anfragen oder auch einfach ungefragte Zusendungen hast.
Habe auch das Gefühl das es, sobald eine Agentur es übernimmt “meistens” anders verläuft als wenn es mit den Firmen direkt passiert. Abgesehen mal vom Fall oben.
Ja und auch der Kostenfaktor ist kein unerheblicher, da wir ja mit dem Betreiben des Blogs auch Geld investieren(Zeit, Kapital, etc.).
Egal wir und hoffentlich auch andere lernen was draus und in Zukunft muss wirklich alles im Vorfeld geklärt werden, das es zu sowas nicht kommt.

Reply
Blogger sind keine kostenlose Werbeplattformjule radelt | jule radelt 23. Juli 2015 - 09:43

[…] möchte ich mich dieser Meinung der “Flitzpiepen” […]

Reply
Markus 28. Februar 2016 - 11:19

Hallo, super Artikel und bestätigt das, was mir eigentlich auch seit Jahren bei meinen Online Projekten ziemlich auf den “Geist” geht – der Missbrauch von Bloggern durch Unternehmen und dererseits beauftragter Agenturen als kostenlose Werbeplattform. Insofern ist dieser Artikel nebst entsprechender “Ansage” mehr als notwendig und hoffentlich auch kein Aufschrei eines Einzelnen. Um aber dem ganzen Thema noch eins drauf zu setzen: Es gibt Fälle, in denen man von einer Agentur angeschrieben wird mit der Bitte doch einen Artikel (in teils hanebüchener Qualität!) zu veröffentlichen – natürlich kostenlos! Kurze Zeit später stellt man dann mehr oder weniger zufällig fest, das dieselbe Agentur, welche nun eine der zahlreichen Plattformen für Content Seeding (SeedingUp, Rankseller, Ranksider etc.) nutz, dort registrierte Blogger bezahlt, um entsprechenden Content zu platzieren oder produzieren zu lassen! Klare beispiel dafür, das bei Agenturen durchaus ein Budget existent ist, man aber immer Agentur-seitig bestrebt ist, auch ein paar “dumme” Blogger zu finden, die man kostenlos nutzen kann! DEM gilt es durch ein konsequentes “Nein” einen deutlichen Riegel vorzuschieben….Gruss Markus

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