Als meine Materialschlacht begann….

Veröffentlich am: 27. Februar 2016

In der Kategorie: Radfahren, Triathlon

Verfasser(in): Maudi

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Jeder der dem Triathlonsport verfallen ist, wird mir bestätigen können, das es mit einer Badehose, Fahrrad und Laufschuhen nicht getan ist. Das alles wird nur der Anfang sein. Auch ich musste feststellen, das man irgendwann an dem Punkt angelangt ist, sein Equipment immer wieder aufzubessern. Gar nicht mal um noch die letzten Sekunden mehr herauszuholen, eher um sich das Leben im Wettkampf oder Training leichter zu machen oder den entsprechenden Bedingungen anzupassen. Vom Triathloneinteiler über Lenkertrinkflasche bis hin zum Zweitrad. Meine Frau sagt immer “Was brauchst du denn jetzt schon wieder?” Gerade für die zweite Disziplin, dem Radfahren, habe ich bisher gut Geld gelassen. Alleine nach Hamburg, wo mir beide Schlauchreifen kaputt gegangen sind, hab ich für neues Material und die Reparatur über 200€ bezahlt. Hobbys kosten halt Geld. Din von Eiswürfelimschuh hat gerade ein Artikel über Endless Pools geschrieben. Ich glaube wer sich sowas leisten kann, ist dann im Trainingshimmel. :-) Ich besitze mittlerweile vier Gefährten und möchte diese hier mal ein wenig genauer vorstellen.

Als der Entschluss feststand das ich an einem Triathlon teilnehmen möchte, war klar das ich das nicht mit meinem Mountainbike machen möchte. (das Mountainbike gibt es mittlerweile nicht mehr ;-)) Also brauchte ich ein Rennrad. Über Wochen habe ich die Angebote bei Ebay beobachtet. Ich wollte auch nur einen Rahmen und den Rest selbst zusammenbasteln. Die Technik die dahinter steckt wollte ich begreifen und außerdem hatte ich den Winter über Zeit, die einzelnen Komponenten zu montieren. Im nachhinein, wäre ein Komplettrad wohl deutlich günstiger gewesen. Jetzt weiß ich aber wenigstens wie man eine Gangschaltung einstellt. Olli hätte auch eine witzige Geschichte zu erzählen, wie er sein Renner mit neuen Komponenten ausstattet. Alter Falter, was habe ich gelacht, als ich teilweise seine Nachrichten gelesen habe, was nun wieder schief ging. :-) Von dem ursprünglichen Rad, blieb nur der Rahmen und die Felgen über. Selbst die werden gerade gegen Neuere ausgetauscht. Fangen wir also mit meinem Rennrad an

Custec aka Bumblebee (Alu-Rahmen mit einer 9-fach Shimano 105 Ausstattung)

Da ich ja Triathlon machen wollte, entschied ich mich auch für einen Triathlonlenker mit Lenkeraufsätzen und -endschalthebeln. Der Rennradlenker folgte erst später, als ich feststellte, man kann mit dem Triathlonlenker ja gar nicht an jedem Triathlon teilnehmen (Windschatten und so). Die Aero-Felgen kamen ein Jahr später dazu, als Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk. Diese sind aber mittlerweile an der Zeitmaschine montiert. Bei dem Fahrrad wurde alles farblich aufeinander abgestimmt. Selbst die Sattelstütze die anfänglich silber war, wurde gegen eine schwarze ausgetauscht. Das komplette Rad sollte gelb-schwarz sein und ist es jetzt auch. Style ist alles ;-) Der Kadenzmesser von TomTom wird auch noch montiert, mal gucken was das für Aufschlüsse ergibt. Auf dem Rad fahre ich die meisten Kilometer, ob zur Arbeit oder am Wochenende. Fährt sich in einer Gruppe auch angenehmer, da man dann nicht die ganze Zeit auf dem Lenker liegen kann und bißchen mehr auf seine Kollegen achten muss. Ich habe extra breitere Rennradreifen aufgezogen, um mehr Komfort zu haben. Gerade bei den Fahrten zur Arbeit. Im Winter bleibt es zu Hause. Bin einmal im Winter gefahren, als sich der Nebel/Tau auf die gefrorene Straße legte, das war nicht lustig. Breitere Reifen hätten da auch nicht geholfen. Auch der Splitt kommt bei Rennradreifen nicht gut. Im richtigen Winter, bei Minusgraden und mit Splitt gesäumte Wege, fahre ich mit dem Kiezpony

Kettler Alu aka Kiezpony (7-fach SRAM Nabenschaltung)

Das Fahrrad habe ich meinem Stiefvater abgekauft. Als das erste Kind da war, brauchte ich eins, wo ich ein Kindersitz montieren kann. An mein damaliges Mountainbike, paßte der nicht. Mit dem Kiezpony werden Familienradtouren gefahren oder wie schon erwähnt im Winter zur Arbeit, wenn es kein Wetter für ein Rennrad ist. Man merkt dann aber schon deutlich den Unterschied zu einem Rennrad. Nicht nur das es schwerer ist, ich kann bei gleichen Kraftaufwand auch bei weitem nicht so schnell fahren. So findet schonmal hin und wieder ein kleines Krafttraining statt. Ich will dieses Jahr auf dem Heimweg damit über die Havelchaussee, um mal den direkten Vergleich zu haben. Ich glaube das wird anstrengend. Ein wenig modifiziert wurde es auch, so wurde der alte Mountainbikelenker und dünnere reifen montiert.

Felt B12 aka Lindsey (Carbon-Rahmen mit einer 11-fach Dura Ace Ausstattung)

Mein Lieblingsgefährt. Ich habe nie ein schnelles Auto, geschweige denn getuntes Auto besessen. Hätte ich zwar gerne gehabt, aber nie Geld dafür. Nach Zeitfahrräder hab ich immer geguckt, seit ich mit dem Triathlon angefangen habe. Aber ich wollte erstmal klein anfangen und gucken, ob ich überhaupt dabei bleibe. Das Fieber hat mich aber infiziert und als ich dann das richtige Angebot von Stephan aus dem Triathlon-Shop Berlin bekommen habe, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich habe lange überlegt, ob Alu oder Carbon, bin aber dann zu dem Entschluß gekommen, wenn schon denn schon. Also hab ich mich doch für den Carbonrahmen entschieden und dann gleich mit einer Dura Ace Ausstattung. Auch hier hätte man Geld sparen können, wenn man “nur” 105 oder Ultegra genommen hätte. Besser ist jetzt halt nur die elektrische Variante von Shimano, aber man muss sich ja ein bißchen Luft nach oben lassen. Auch der Lenker ist aus Alu. ;-) Das sind aber alles Spielerchen, die für meine Ziele nicht wichtig sind. Gerade von der Preisklasse bin ich noch nicht auf dem Luxus-Level. Mir war die Rahmenform wichtig, auch das ich am Rahmen zwei Flaschenhalter anbringen kann. Ich wollte auch unbedingt in einem Laden kaufen. Die Beratung und auch das gleichzeitige Bikefitting waren Pflicht. Ob man ein Triathlonrad braucht? Natürlich nicht. Es macht ja auch nicht zwingend schneller, fährt sich aber geiler, spart in meinen Augen auch deutlich Energie. Klar hängt es davon ab, wer auf einem Rad sitzt und nicht mit welchen doch so teuren Rad man unterwegs ist. Ich bin beim BerlinMan mit dem Rennrad auch 3 km/h im Schnitt  schneller gewesen, als beim Volktriathlon mit der Zeitmaschine (so gut wie gleiche Strecke). Das ist natürlich alles Form abhängig. Ich will das Fahrrad aber nicht mehr missen. Das macht einfach nur Spaß damit Runden durch das Berliner Umland zu ziehen! Sprüche wie Zeit erkauft oder Fahrrad ist nicht alles, muss man dann einfach überhören. Ich bin aber kein Einzelgänger. Wenn man sieht wieviel Carbon in den Wechselzonen steht, auch bei kleineren Veranstaltung im Umland. Da bin ich einer von vielen.

Spinningrad von Schwinn

Zum Anfang war es ganz praktisch im Winter einfach auf das Spinningrad und los. Mittlerweile hasse ich es. Ich finde das so öde und halte keine 90 Minuten darauf aus. Respekt an die Leute die darauf oder der Rolle mehr als zwei Stunden verbringen. Es gibt Leute die dabei Playstation spielen, wobei ich dann den Trainingseffekt nicht sehe (nicht wahr Chris). Eignet sich aber hervorragend für Koppeleinheiten, gerade wenn ich Einheiten mit ständigem Wechsel trainiere. Ich habe Online mal kurze, aber intensive Programme gefunden, die ich dann fahre. Ob Trittfrequenz-Ökonomisierung oder Tabata-Einheiten. Alles kurz aber intensiv. Ich habe mich auch immer eher nach ausgemusterten Spinningrädern umgeguckt, als mir eine Rolle anzuschaffen. So kann meine Frau es wenigstens auch benutzen. Das Teil habe ich ebenfalls günstig bei Ebay ersteigert und musste nur kurz gewartet werden. Ein einfacher Sigma Tacho wurde so eingestellt, das er mir meine Trittfrequenz anzeigt. Das hat mir für das Rennrad auch schon geholfen. Zum Anfang meiner Radkarriere bin ich doch oft, wenig Umdrehung mit hohen Gängen gefahren. Radfahren ist für mich draußen und ich bin froh wenn der Winter ohne viel Schnee kommt. Ich liebe zwar Schnee und generell sind mir kalte Temperaturen lieber als 30°, aber aus Triathleten Sicht passt das einfach nicht (bin halt ein Winterkind).

Was jetzt noch fehlt ist ein Crossbike :-))))) Nein Spaß. Ich muss nicht mit dem Rennrad durch den Wald heizen, macht bestimmt Spaß, aber ich rolle lieber auf Asphalt.

Wie sieht es in Eurem Fuhrpark aus?

 

17 Kommentare zu Als meine Materialschlacht begann….

  1. Ja, aber so ein Crossbike,… geht schon noch, oder?! Eigentlich suche ich nur für mich selbst eine Rechtfertigung… Mhm?

    Aber uneigentlich würde ich vermutlich doch vielleicht lieber mal in ein neues Rennrad investieren… So nach zehn Jahren. Mhm?

    • Maudi Maudi sagt:

      Jaja, Fragen über Fragen :-) Aber ich glaube ich werde dann zu Hause erschlagen, wenn ich mit noch einem Rad ankomme

      • Ja, also bei mir wäre noch so eine kleine Ecke frei :D Aber die Stimmung wäre hier auch sicher auf dem Tiefpunkt.

        • Maudi Maudi sagt:

          Platz hätte ich :-) Auf meiner Seite im Schlafzimmer hängt das Triathlonrad und auf der Seite meiner Frau, wäre noch genug Platz :-))

          • Chris Chris sagt:

            Super Idee bei der Frau an der Wandseite :))
            Ich hab nen lebensgroßen StarWars Aufsteller zuhause angeschleppt, die Begeisterung war auch nicht überschwänglich ;)

            Dafür hab ich das OK für nen Crosser !!!
            P.s. Hat ja nen eigenes zum Geburtstag bekommen, schon sind alle bedenken weg ;)

          • Maudi Maudi sagt:

            Clever :-)
            Ich habe es dieses Jahr für den Sommerurlaub so geschickt eingefädelt, das ich mein Triathlonrad dabei habe ;-)

    • Avatar Olli sagt:

      Klar geht so ein Crossbike noch! Sicherer bei schlechtem Wetter und man kann flix die Abkürzung oder Umweg durch den Wald nehmen. Steht ganz oben auf Liste :)

  2. Avatar chriba76 sagt:

    Hihi, das mit der Materialschlacht kommt mir bekannt vor. :)
    Ich werde im Sommer meinen allerersten (Volks)Triathlon bestreiten, und bin gerade auf der Jagd nach einem Einsteiger-Renner. Erst vor 2 Monaten habe ich mir ein MTB gegönnt, als klar war, dass ich verletzungsbedingt eine Laufpause machen muss. Ich liebe es. Aber ich glaube mit einem Renner spart man doch deutlich Kraft, die man noch gut zum Laufen brauchen kann.
    Meine bessere Hälfte kann das alles schon nicht mehr hören. ;)

    • Maudi Maudi sagt:

      Wenn Du erstmal schnuppern willst, reicht das MTB vollkommen. Aber auf Dauer wirst Du um das Rennrad nicht herumkommen. Wie Du selber sagst, es macht Dich nicht nur schneller, sondern spart auch Kraft
      Viel Spaß bei Deinem ersten Triathlon! :-)

  3. Avatar Ruben sagt:

    Ich bin noch ganz in den Triathlonanfängen – habe ein Rennrad – Made in Germany, aus Stahl – mit einer 105er 11-fach Gruppe und dazu noch ein Fully für den Spaß im Wald. Ein Crosser oder ein wunderschönes Triathlonrad so wie deines, das wäre schon etwas. Aber den Crosser würde ich vermutlich zu wenig benutzen und das Triathlonrad wäre noch zu früh weil ich diesen Sommer erst meine ersten Triathlons bis zur MItteldistanz machen werde…

  4. Maudi Maudi sagt:

    Du machst diesen Sommer deinen ersten Triathlon und dann gleich Mitteldistanz? Triathlonrad kommt hoffetnlich bald wieder aufs Asphalt, momentan ist es mir aber noch zu kalt. Den Crosser würde ich auch so gut wie nie nutzen, daher verzichte ich auch (vorerst ;-))

    • Avatar Ruben sagt:

      Mitteldistanz hat das mit Abstand beste Verhältnis von Schwimmen (was ich gar nicht kann) zu Radfahren und Laufen (was ich halbwegs kann) – von daher nur eine logische Entscheidung, oder? Vor allem, weil ich kein Sprinter bin und deswegen die Kurzdistanzen definitiv keinen Spaß machen würden…

      Und wegen ein paar Ultraläufen in den letzten Jahren habe ich auch wenig Respekt davor 5 Stunden oder noch etwas länger am Stück Sport zu machen. Glaube das ist mit die wichtigste Voraussetzung für die Mitteldistanz. Was denkst du?

      • Maudi Maudi sagt:

        Das muss jeder für sich entscheiden. Ich bin da eher so, das ich klein anfange und mich dann steigere. Ich selber mache dieses Jahr meine erste MD, daher kann ich nicht viel dazu sagen. Mir wurde bloß gesagt, das es die entspannteste Distanz ist. Aber ich finde 90 km Rad und danach 20 km laufen nicht ohne und hab mich deswegen nicht gleich zum Anfang da rangetraut.

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