Sensomotorik Zentrum Berlin – Sporteinlagen im Flitzpiepenselbstversuch

Veröffentlich am: 29. November 2016

In der Kategorie: Testberichte_Ausrüstung

Verfasser(in): Chrille

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Was macht man, wenn man nicht ganz rund läuft? In meinem Fall kann das sicher mehrere Bereiche betreffen, aber heute geht es mal wieder ums Laufen!
Wir haben in Zusammenarbeit mit Frank Hepper, dem Geschäftsführer vom Sensomotorik Zentrum Berlin, die Möglichkeit bekommen eine der Kernkompetenzen auf Herz und Nieren zu testen. Als erstes haben wir uns auf das Fachgebiet der sensomotorischen Einlagen konzentriert.

Wer oder was ist eigentlich das Sensomotorikzentrum Berlin? Es klingt genauso spannend wie es auch ist. Hier haben sich schon so einige Profisportler beraten und vermessen lassen. Sowohl die Spieler von Alba Berlin, den Füchsen oder auch von Hertha BSC sind hier Stammgäste, denn sensomotorische Einlagen sind nicht nur in Laufschuhen gefragter denn je. Nur wenn wir gerade mal die Füße hoch legen oder schlafen, nutzen wir unsere Füße und die Muskulatur darin nicht. Barfußlaufen wäre eigentlich das Beste, aber wer typische Läuferfüße kennt, weiss das dies im Alltag keine Option ist!
Sensomotorische Einlagen aktivieren durch gezielte Druckpunkte in der Fusssohle die Muskulatur und unterstützen mich in meiner Bewegungsoptimierung, ohne das ich darauf noch zusätzlich achten muss! Klingt eigentlich zu schön um wahr zu sein, ich muss nichts machen ausser laufen und die Sohlen unterstützen mich und optimieren meine Bewegungsmotorik. Ich bin ja für alles was mich ohne extra Einsatz besser macht sofort zu haben.

Wenn das mit dem schneller werden ohne Training einer erfindet, bitte ich dringendst um Benachrichtigung!!!!

 

Da ich öfter während oder nach einer sehr harten Belastung (z.B. im Wettkampf oder auch einer harten Intervalleinheit) Probleme mit z.B. Schienbeinkantenschmerzen, Achillesferse oder auch Krämpfe habe, war ich genau der richtige Mann dafür.
So sagte es zumindest Chrille der bereits seit 5 Jahren mit diesen Einlegesohlen läuft und voll überzeugt ist.

Ich bin bei sowas auch eher kritisch eingestellt. Heute aber hab ich mir vorgenommen, dass ich mich vollkommen unvoreingenommen darauf einlasse.

Wir 3 Christians wollten es wissen. Ich musste ran und meine Modelfüße zur Schau stellen, Maudi machte Bilder und Chrille, ja der trank Kaffee. Er beobachtete außerdem, ob sich seit seiner Anpassung etwas verändert hat.


Katherina war unsere Fachfrau. Sie nahm mich gleich mal richtig unter die Lupe. In Sportsachen hieß es:

  1.  Haltungscheck: Abgesehen von meiner Fragezeichenhaltung, war ihr wichtiger zu sehen ob ich z.B. einen verkürzten Hüftbeuger von zu wenig Dehnung habe (Volltreffer) oder ich z.B. ein Bein mehr belaste als das andere.
    Des weiteren wurde, wie man das eventuell schon von dem einen oder anderen “Lauffachgeschäft” kennt die Füße inkl. der Druckpunkte elektronisch vermessen.
  2. Palpation: Einfacher gesagt, meine Füße wurden mal in die Hand genommen. Hier macht es die Mischung aus Erfahrung und dem Fingerspitzengefühl. Durch leichtes Ertasten und Druckstimmulation merkte Katherina recht schnell wo meine Probleme liegen. Da ich seit Monaten immer mal wieder Probleme in der Aussenkante des Fusses hatte, wurde das auch gleich nochmal extra untersucht und notiert für die spätere Einlegesohle.
  3. Laufanalyse: Erst einmal markieren wir die langen Greten mit blauen Punkten und da mir beim Denken an Sport schon das Wasser den Rücken runter läuft, wurden die meisten Punkte gleich noch mal mit Edding nach gezeichnet.
    Jetzt ging es rund. Ehrlich gesagt dachte ich, das dies ne lockere Trabrunde auf dem Laufband wird, aber das war es nicht mal im Ansatz.
    Zuerst barfuß vorwärts gehen, dann Laufen. Danach wurde die Knierotation beim Laufen und Gehen aufgenommen. Auf einer großer Leinwand wurde dieses dann gezeigt und ausgewertet.

    Danach ging es wieder mit Laufschuhen aufs Band.
    Das gleiche Spiel nochmal von vorn.

    Mehr Videos zu meinem Laufstil findet ihr in unserem Flitzpiepen-Youtube-Channel

    Die gemeinsame Auswertung warf mich ein bisschen aus der Bahn. Bei diversen “Lauffachgeschäften” und auch auf der letzten Marathonmesse wurde mir immer vermittelt, dass ich ein starker Überpronierer bin (ich knicke quasi beim Aufkommen ein). Ich solle unbedingt Schuhe mit einer Pronationsstütze kaufen. Zudem war ich für mich selbst voll überzeugt, das ich der klassische Fersenläufer bin. Also immer den Hacken zuerst aufsetzend über den Fuss abrolle. Auch das bin ich nicht, ich bin Mittelfussläufer! Vom Gefühl und von Fotos hätte ich das immer anders gewertet.
    Allein für die beiden Erkenntnisse hat sich das heute schon gelohnt. Des weiteren sollte ich unbedingt drauf achten, das die Sprengung geringer ist. Der genutzte ASICS FuseX z.B. hat 8mm. Das wird in Zukunft sicher eine Herausforderung, da gefühlt jeder neue Schuh mindestens 8mm oder mehr Sprengung aufweist.

Was mir die sensomotorischen Einlagen allerdings persönlich bringen, erfahre ich heute nur mündlich. Alle gesammelten Daten werden im Computer verarbeitet und meinen Füßen entsprechend erstellt.
1-2 Wochen später hat man noch einen Termin zum Anpassen der Einlegesohlen. Hausaufgaben gibt es trotzdem. Dehnen, dehnen, dehnen! Meine verkürzten Muskeln sollten arbeiten. 2-3 Übungen wurden mir sofort gezeigt, den Rest bekam ich per Email schon am nächsten Tag.

Das alles hat natürlich auch seinen Preis: 250€ kostet euch die komplette Analyse inkl. Beratungsgespräch und zweitem Anpassungstermin.
Ob einem das Wert ist muss natürlich jeder für sich entscheiden. Allerdings sollten gerade wir Läufer/ Triathleten bei der Gesundheit unserer Füße mal überlegen, ob man anstatt dem dritten, vierten oder fünften paar Schuhe nicht mal was für die eigene Motorik investieren sollte.
Wer keine Probleme mit den Füßen oder beim Laufen hat, muss das nicht machen. Never change a running system, ist hier genauso das Motto wie überall. Wer aber wie ich immer mal Probleme mit seinen Füßen oder der Muskulatur hat, sollte es einfach mal versuchen.

Je nach dem in welcher gesetzlichen Krankenkasse man ist, wird das bezuschusst, also einfach mal anfragen!

Neugierig geworden? Dann gibts hier noch den Knaller zum Schluss!

10 % Rabatt auf den Beratungstermin inkl. der Einlegesohle gibts mit dem Stichwort: Flitzpiepe !

Das  Sensomotorik Zentrum Berlin findet ihr übrigens in der Uhlandstr. 73 in 10717 Berlin

Was genau die sensomotorischen Einlagen bei mir bringen, erfahrt ihr in ein paar Wochen, wenn ich genug Kilometer gesammelt habe!

 

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