Theragun Elite – aktive Regeneration war nie bequemer

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Das erste Mal aufmerksam geworden bin ich auf diese Art der ” aktiven Regeneration” auf Instagram. Mein Interesse war etwas geweckt, so ein bisschen elektrisches Klopfen auf den Muskel sieht im Video zwar nett aus, aber wie das wirkt und ob das was kann – ich war skeptisch.
Das änderte sich nach der ersten Behandlung bei meinem neuen Physiotherapeuten. Dieser griff nämlich zur Muskelbehandlung zu so einer “Massagepistole” und maltretierte damit u.a. die komplette hintere Faszienkette im Bein und meinen Hüftbeuger.
Da ich mit der Faszienrolle bereits fiese, aber irgendwie auch tolle Erfahrungen gesammelt habe, begann ich jetzt richtig zu recherechieren.

Über kurz oder lang bin ich bei “Affenhand” gelandet. Einem Händler für diverse Fitness- und Sportutensilien, welcher auch die Theragun in Deutschland vertreibt. Sie haben nicht nur einen coolen Namen, auch der Kontakt war fix hergestellt und wir waren sofort auf einer Wellenlänge
(Affenhand meets Flitzpiepen – sowas kann man sich auch nicht ausdenken)

Was ist die Theragun und wo wird sie eingesetzt:

Es ist eine Art Massagegerät. Allerdings kann es viel mehr als nur massieren: Von der Lockerung der Muskulatur, über Triggerpunktebehandlung bis hin zur Behandlung von speziellen Problemen wie Tennisarm oder chronische Rückenschmerzen. In meinem Fall nehme ich sie hauptsächlich zur aktiven Regeneration und wenn die Beine wirklich mal schwer wie Blei sind. Aktive Regeneration darum, weil man durch eigene -aktive- Mitwirkung die Erholung unterstützt. Der verschieden stark ausgeübte Druck in Verbindung mit den variablen Geschwindigkeiten der Theragun ermöglichen, dass man selbst die verschiedenen Tiefen- und Faszienstrukturen der Muskulatur bearbeiten kann. Man erreicht auch die Tiefenmuskulatur, an die selbst der Therapeut nicht mit bloßen Händen gelangt .
Pauschal gesagt könnt ihr sie fast ÜBERALL am Körper nutzen. Jegliche Muskulatur oder alles was mit Faszien umwickelt ist (und wie wir ja wissen, ist das fast alles), kann man damit bearbeiten.

ABER ACHTUNG : Nie direkt auf Knochen oder der Wirbelsäule anwenden!

Vom Fuss, über die Waden, Oberschenkel, Hüftbeuger, Adduktoren, Rücken und Nacken. Genauso die Arme oder auch die Schultern. Am Anfang kann man sich mit Hilfe der Therabody-App relativ einfach, viele Muskel- oder Faszienstränge Stück für Stück vornehmen. Mit etwas Übung geht das aber in Fleisch und Blut über. Vor allem wenn man sich mehr oder weniger häufig mit der Faszienrolle befasst (und auch rollt) kann man die Anwendungsgebiete hier übernehmen.


Welche Varianten der Theragun gibt es:

Die Theragun gibts in 4 Varianten:

Mini – klein, handlich, perfekt für Reisen oder dauerhaft im Gymbag
Prime – das Einsteigermodell
Elite – für den ambitionierten Hobbyathleten – hier im Test
Pro – das Spitzenm
odell für den Powerathlet und Therapeuten

Abgesehen vom Preis unterscheiden sich die Modelle (ausser die Mini) hauptsächlich von der Kraft, die die Theragun auf die Muskulatur bringt. Die Theragun Pro besitzt dazu noch austauschbare Batterien und einen verstellbaren Arm.
Die anpassbaren Geschwindigkeiten liegen bei den normalen Modellen alle bei (1750-2400 PPM – Perkussion pro Minute oder einfach gesagt die Abklopffrequenz). Der Akku hält ca. 2h.
Da ich am Tag max. 10-15 Minuten mit der Theragun verbringe und das auch nicht jeden Tag, liegt die Laufzeit im Durchschnitt auch bei viel Anwendung locker bei 2 Wochen.
Das gut ablesbare OLED Display zeigt auch ohne Handyverbindung sowohl die Geschwindigkeit, den Druck und auch die eingestellten Routinen an.
Es ist also KEIN Mobiltelefon nötig. Welche Vorteile jedoch die Anwendung mit Handyverbindung bietet, lest ihr weiter unten.


Ein gummierter Knopf schaltet die Theragun ein und aus, über die Pfeile könnt ihr entweder die PPM (Geschwindigkeit oder auch Schläge pro Minute) als auch die Routinen auswählen.
Was mich persönlich überrascht hat, war die geringe Lautstärke. In Betrieb ist das Geräusch ,welches durch die Theragun ausgegeben wird, wirklich leise.
Der Vergleich zu einer elektischen Zahnbürste ist hier am naheliegensten.
(Natürlich neuere Modelle, nicht die ersten wo man noch die Badezimmertür schließen musste damit der Nachbar nicht davon wach wird:=) )
Die Elite Variante hat eine Hochglanzabdeckung. Die Theragun sieht dadurch unheimlich wertig aus, allerdings sieht man darauf auch jeden Fingerabdruck. Alles in allem wirkt sie extrem hochwertig, was man aber bei einem Preis von 399€ erwaren kann.

Lieferumfang Theragun Elite:

  • Theragun
  • 5 Aufsätze für verschiedene Behandlungszonen
  • Ladegerät
  • Hardcase zum Transport
  • Bedienungsanleitung und First Steps Guide (klingt cooler als “Erste-Schritte-Anleitung :D )

Das Hardcase, was nur im Pro und Elite Bundle dabei ist, ist eine super Sache. Alles findet in dem kleinen Hartschalenkoffer platz. Auch die Aufsätze und das Ladekabel sind sicher verstaut, fliegen nicht lose umher oder zerkratzen die Theragun. Perfekt um es handlich in die Reisetasche für unterwegs zu verstauen. Es war auch jetzt schon 2x auf Reise mit, noch ein Lacrosseball, ein Theraband und eine Minifaszienrolle passen ins Case und mein Homegym ist komplett.


Praxistest:

Da ich das Prinzip und die grundlegende Anwendung aus der eigenen Physiotherapiebehandlung kenne, wusste ich ungefähr, was mich erwartet und wie ich es anwenden muss.

Ganz unbedenklich ist das, ohne sich damit zu beschäftigen, nämlich nicht.

Theragun in Slowmotion an der Wade
Theragun am Oberschenkel in Slowmotion


Das ist aber mit allen Geräten oder “Regenerationshilfen” so. Auch mit einer Faszienrolle oder einem EMS-Gerät kann man selbst an sich schon mehr oder weniger Schaden anrichten! Also nicht einfach volle Pulle an und rein in den Muskel. Die App ist hier eine ganz gute Hilfe, da über die Bluetoothverbindung dort so Einiges angezeigt wird.

Am Anfang habe ich mich ehrlich gesagt etwas über den Aufbau der Theragun gewundert. Ich kannte nur die Pistolenform und fand daher das Triangeldesign unnötig wuchtig. Als ich aber das erste Mal das Gerät gerade im Bereich Wade oder hinterer Oberschenkel nutzen wollte, war mir der ergonomische Vorteil sofort bewusst. Ich kann einfach umgreifen und muss mein Handgelenk nicht unnötig kompliziert verdrehen. Ausserdem kann ich durch Wechsel des Griffes leichter den Druck verändern. Ganz logisches physikalisches Prinzip und genial durchdacht!


Der weiche breitere Bumper der auch standardmäßig auf der Theragun befestigt ist, kann für fast alle Muskelgruppen und speziell die größeren oder breiteren (Oberschenkel u.a.) verwenden werden. Die härteren oder auch spitzer zulaufenden Aufsätze sind eher für Sehnen oder Sehnenansätze am Knochen gedacht. Hier sollte man sich vorher wirklich gut mit der korrekten Anwendung beschäftigen oder es einmal mit einem Profi zusammen machen, da hier eine höhere Gefahr liegt, sich zu verletzen, als mit dem weichen Bumper auf dem ganzen Muskel.

Also langsam und vorsichtig rantasten!

Sowohl die Geschwindigkeit, als auch der Druck sind an der Theragun selbst oder auch in der App einstellbar. Der reaktive Druckmesser zeigt an, wenn der eigene Druck, mit dem man das Gerät auf einen Muskel drückt, zu hoch ist. Allerdings merkt man das schon schnell selbst :D

Was ich mittlerweile auch nicht mehr mache, ist direkt nach der Laufeinheit an die Theragun. Irgendwie war mir das noch im Kopf, wie ich es auch mit der Faszienrolle oft gemacht habe: Direkt nach dem Laufen noch ein bisschen nachdehnen und dann rollen.
Mittlerweile hab ich gelernt, dass das wie oben schon beschrieben sogar eher kontraproduktiv ist. Die Muskulatur ist noch unter Spannung und voller kleiner Risse, welche ja auch zu Stärkung und zum Wachstum in der Regeneration führen. Diese können durch direkte Einwirkung hier stärker verletzt werden. Was so natürlich nicht hilft, sondern eher schadet.

Also nicht direkt nach inteniven Belastungen an die Theragun

Die Theragun hat auch bei mir fast komplett die Faszienrolle und die anderen Folterinstrumente zum Einstauben gebracht.
Ich komme aufgrund des triangelförmigen Griffs sehr gut selbst an nahezu alle Regionen meines Körpers. Selbst die Waden oder den unteren Rücken kann ich super erreichen, manchmal hilft es aber auch, wenn die Partnerin mal solche Regionen übernimmt. Sie hat Freude dran, wenn ich Schmerzen habe und weils so schön ist kann man sich danach ja revancieren :D

Therabody App:

Therabody ist die App zur Theragun und natürlich sowohl als iOs Version als auch im GooglePlay Store verfügbar . Mangels Android-Gerät, basiert dieser Test lediglich auf meinen iOS Erfahrungen. Via Bluetooth findet die Theragun sofort die Verbindung zur App. Hier kann man visualisiert bestimmte Programme sog. Routinen oder auch nur einzelne Muskelgruppen gezielt bearbeiten. Es werden die ensprechenden Aufsätze vorgeschlagen und gezeigt von wo nach wo man mit der Theragun die Muskulatur stimuliert. Entweder komplette Faszienketten die man beim Laufen ansteuert: Vom Fuss bis hoch zum Pomuskel oder auch im Büroalltag, alles was durch das viele Sitzen verspannt ist.


Die App zeigt die Dauer, den Aufsatz und den Druck den man selbst ausübt an. Ich sehe also, wie stark ich die Theragun quasi in den Muskelregion drücken muss, um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen. Gerade für nicht so erfahrende Nutzer, wie auch mich, ist das eine wirkliche große Hilfe. Das allein ist schon ein Grund für mich warum ich die App verwende. Nach häufiger Nutzung hat man schnell den Bogen raus, wo und mit wieviel Druck man die Theragun nutzt. Aber allein um immer mal neue Ansätze zu probieren oder nochmal zu schauen ob das noch richtig ist, ist die App toll.


Die Beispielvideos (leider etwas versteckt- unten rechts unter Store -> Menue -> Education und dann How to use) zeigen den Erfinder Dr. Jason Wersland und wie man für die einzelnen Problembereiche gezielt behandelt. Wenn ihr vorher noch als Sprache Deutsch wählt, gibts hier sogar das komplette Video untertitelt. Das hilft mir sogar mehr als die englische App mit statischen Bildern.
Ich denke das hier noch viel Potenzial offen ist, was sicher Stück für Stück ausgebaut wird.

Das sagt der Fachmann:

Selbstverständlich hab ich gleich mal meinen Physiotherapeuthen Frederic Newnham dazu befragt:

Warum und wofür nutzt du eine Massagepistole
:

Fredi: Ich nutze sie gerne um das fasziale Bindegewebe inklusive der Pacini Rezeptoren (diese sind in den Faszien gerade für Sprungaktivitäten zuständig) zu bearbeiten. So werden die Fasern und die Faszien um die Muskelfaser gelöst. Dadurch kannst du die Muskulatur gerade nach intensiven Belastungen, besser sogar erst am Folgetag, wieder lockern und führst so eine aktive Regeneration durch.

Fazit:

Da ich ja manchmal etwas bequem bin, muss ich sagen, dass ich die Theragun schon echt richtig stark finde. Ich muss nicht auf dem Boden rollen und mich ich in extrem unbequemen Positionen schmerzverzerrt auf der Kunststoffrolle oder dem Ball wälzen. Nein, ich kann das schmerzverzerrt auf der Couch beim Fernsehen machen!
Spass bei Seite, ich find die Art der aktiven Regeneration wirklich toll und mache es oft abends beim Abschalten auf der Couch. Dadurch, dass die Theragun wirklich vergleichsweise leise ist, stört es auch nicht wirklich nebenbei. Durch den ergonomischen Traingelgriff kommt man prima alleine an viele Punkte und Muskelketten ran, ohne sich den Arm zu verrenken.
Wo viel Licht ist, ist natürlich auch ein wenig Schatten.
Je nach Ausführung geht es hier bei 199€ los, was natürlich im Vergleich zu einer Faszienrolle kein Schnäppchen ist.
Die Theragun Mini ist ein sehr guter Einstieg für preisorientierte Hobbysportler. Im Test beim Harlerunner kam diese zum Einstieg auch gut weg.
Sollten euch die Features wie der Triangelgriff, die verschiedenen Aufsätze und die höhere Kraftübertragung etwas mehr wert sein, starten die Modelle bei 299€. Das von uns getestet Gerät Theragun Elite schlägt mit 399€ zu buche. Wahrlich kein Schnäppchen. Es ist halt technologisch auch nicht nur ein nettes Spielzeug, sondern ein, wie auch von vielen Therapeuten genutztes, medizinisches Behandlungsgerät. Dem ambitionierten Hobbyathleten würde ich persönlich entweder die Variante Prime oder auch die Elite empfehlen, die Unterschiede sind hier nicht so groß, auch wenn sie optisch in dem Hochganz (Elite) schon schicker aussieht.
Die Pro ist aus meiner Sicht dann wirklich was für Experten, Physiotherapeuten und Sportler, die damit ihr Geld verdienen – PROfis halt :)

Was ich persönlich leider damit nur selten behandele, ist ein verspannter Nacken. Den ganzen Tag im Büro sitzend, wäre hier natürlich auch ein super Behandlungspunkt. Allerdings bekomme ich selbst bei der geringsten PPM von 1750 beim Behandeln des Nackens Kopfschmerzen. Die Vibrationen sind mir hier zu stark. Einen ähnlichen Effekt hat Christiane auch, dafür haben wir aber genug Alternativen an Körper zum Behandeln.


Auch die App könnte generell noch ins Deutsche übersetzt werden, was sicher aber auch daran liegt das sie recht neu ist. In Verbindung mit mit Fotos ist das zwar locker umsetzbar, aber den ein oder anderen Begriff musste ich dann doch noch nachschlagen. Die Erklärungsvideos sind alle komplett untertitelt was mir persönlich auch reicht und zum noch besseren Verständnis der Anwendung führt.

Alles in allem ist das ein wirkliche Ergänzung für mein Regenerationsprogramm. Ich kann hier gezielt und wirksam meine immer wieder auftauchenden Probleme mit dem Hüftbeuger und im Adduktorenbereich behandeln. Das spart auch ab und an den Besuch beim Physio (zumindest bei kleineren Sachen, ansonsten ist das natürlich kein gleichwertiger Ersatz ;) ). Klar ist der Anschaffungspreis nicht ohne, aber zum einen benutze ich die Thearagun die nächsten Jahre dauerhaft (hoffentlich auch ohne Verschleiss, was ich auf Dauer testen werde) und andererseits kennen wir das als Triathlet und Hobbysportler doch auch. Gute Technik kostet halt etwas mehr und auch hier gilt, wer billig kauft, kauft sicher zweimal. Ich kann es zwar noch nicht direkt mangels schlechterer und billigerer Massagepistole vergleichen, aber diverse online Tests sprechen da für sich.
Klar muss es nicht das schnellste und leichteste Rennrad, die neuste Laufuhr oder das achte Paar Laufschuhe sein, aber es macht uns glücklich und gerade für die eigene Gesundheit kann man in etwas dauerhaftes investieren (und das schreibt hier jemand der seit 2 Jahren sich extrem mit Verletzungen plagen muss) .
Wirkliches Argument für die Elite im Vergleich zur Prime ist für mich aber auch das Hardcase! Alles was ich immer in so kleinen Stoffsäckchen verstaue, seien es Bänder, Bälle oder auch kratzeranfälligere Sachen, fallen auch gern mal runter oder verbeulen, wenn man sie so transportiert. Der Minikoffer bietet wirklich superschutz auf kleinstem Raum!

Also schaut euch gern bei den Jungs von Affenhand dazu mal um. Ich glaube hier werde ich auch noch in den einen oder anderen Shoppinghype verfallen, weil die wirklich tolle Produkte anbieten und ganz nebenbei einen wirklich witzigen Youtube und Instagramchannel betreiben.


Hab ihr Fragen oder selbst schon Erfahrungen gesammelt? Dann berichtet mal in den Kommentaren…

Hinweis in eigener Sache:

Die Theragun wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies nimmt keinen Einfluss auf unseren Test und das Ergebnis. Alle Texte sind frei formuliert und spiegeln unsere (subjektiven) Eindrücke wieder.


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