Cyclocrosser – Ein Rad das man eigentlich nicht braucht oder doch?

Veröffentlich am: 7. November 2016

In der Kategorie: Radfahren

Verfasser(in): Chris

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Ich war ja lange hin und her gerissen. Kauf ich mir ein Zeitfahrrad, um im Triathlon noch ein paar Minuten gut zu machen, oder ein MTB für den heimischen Forst oder …einen Cyclocrosser.

Nein es kein neuer Transformer oder Superschurke gegen den Ironman kämpfen muss (falls doch einmal sichere ich mir hier schon mal die Namensrechte!)! Für alle die nicht wissen was das ist, grob gesagt:

“wenn ein Rennrad was mit einem Mountainbike anfangen würde, könnte das Resultat ein Cyclocrosser sein!”

 

Definition: Querfeldein Cross Rad welches eigentlich für Cross / Querfeldeinrennen gemacht ist. Durch den robusten Rahmen und das höhere Tretlager ideal fürs Gelänge gemacht. Robuster heisst in dem Fall das es schwerer ist, als ein “normales” Rennrad, wenn man nicht das nötige Kleingeld für Carbon über hat. Aber auch hier gilt zu mindestens für mich, wenn der Fahrer noch “zuviel” Gewicht hat, brauche ich das am Rad auch nicht einsparen.

Nach langen recherchieren und diversen besuchen bei den verschiedensten Radhändlern, fragte ich Stefan vom Triathlonshop Berlin, ob er sowas auch da hat oder besorgen könnte. Seit unserem Bikefitting haben wir immer mal wieder guten Kontakt und so kurz und knapp fuhr ich hin blätterte einige Kataloge durch und 4 Tage später konnte ich das Rad fertig montiert abholen! Geiler Service!

Mein Giant TCX SLR2, meine neue Liebe.

Technikfacts vom Giant TCX:

  • Shimano 105 er Satz
  • FSA Omega Compact MegaExo Kurbel
  • TRP Spyre-C Mechanik-Scheibenbremsen
  • AluxX SLR Rahmen mit vibrationsdämpfender D-Fuse Carbon-Sattelstütze

 

Besonderheiten vom Crosser gernerell:
Schon die erste Ausfahrt im Tegler Forst, war super. Wer mit dem Rennrad schon mal bei leichter Nässe oder auch feuchtem Laub unterwegs war, weiß wie schnell man da mal auf dem Hintern liegt. Den Crosser stört das null. Berg hoch, Berg runter, Zuckersand, Laub und nen “Bunnyhopp” übern kleinen Baumstamm. Spass in Vollendung. Das einzige was gewöhnungsbedürftig ist, das im Wald oder auch mal beim Schlagloch die Federung vorn fehlt, wie man es vom MTB kennt. Alles halt etwas härter, nix für Weicheier.

Die “neuen” Modelle sind fast nur noch mit Scheibenbremsen ausgestattet, wie man es von MTB kennt. Was da seit Jahren Standard ist, kann nicht so falsch sein und gerade bei schlechten Witterungsbedingungen zieht die Scheibenbremse einfach besser, als die Felgenbremse. Was nicht heisst, das die Reifen dann nicht trotzdem zur Seite rutschen. ;)


Neben einem höheren Tretlager um einfacher über Hindernisse zu kommen, hat man auch ein flacheren Lenkwinkel. Das hilft bei engen mit Passagen bessere Kontrolle übers Bike zu haben, da man meist eher langsamer und kontrollierter, zumindest im Wettkampf, über die Strecke braust.
Modell abhängig aber auch hier fast schon Standard, ist ein flacheres Oberrohr. Das hat den Sinn und Zweck, das man in den Passagen wo auch fahren nicht mehr geht, das Rad einfach schultert. Selbst schon mehrfach probiert und für gut befunden ;)


Die meisten Hersteller verlegen, wie man es auch bei Zeitfahrrädern kennt, die Kabelzüge für Bremsen und Schaltung in den Rahmen, das ist vor allem beim Schultern wichtig, da man sich sonst leicht das Trikot aufreisst. Warum z.B. Cannondale auf den Rahmen oben legt, ist mir und meinen Kronjuwelen aber unbegreiflich :D Das war z.B. für mich ein Grund gegen die Cx-Reihe von Cannondale.
Die Wahl der Pedale fällt wie immer der Fahrer selbst. Ich selbst fahre die MTB-Pedale mit passenden Moutainbikeschuhen. Zum einen habt man mit den Schuhen mehr und besseren Grip und zum anderen sind sie Pedale leichter ein zu rasten wenns mal richtig schlammig zur Sache geht! Die meisten Pro`s fahren/laufen so, also einmal wie nen Profi fühlen und handeln ;)

Mein Giant ist mit einer souveränen 105 Schaltgruppe von Shimano ausgestattet. Robust, leichtläufig und wartungsunintensiv. Klar könnte man wie bei allem mehr bzw. bessere oder leichtere Komponenten haben, aber ich persönlich bin damit sehr zufrieden. Fahre an meinem Bulls Rennrad eine Ultegra Schaltgruppe und muss sagen, abgesehen vom Gewicht (ca. 200g Unterschied) finde ich wenig bis keine Unterschiede im Schaltverhalten. Das ist im Rennen selbst eh zweitrangig.
Last, but not least – Die Bereifung: Natürlich etwas breiter als beim Rennrad und viel profilierter. Nur so kann man die Geländegängigkeit erklären, aber erst im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten wir es zum echten Cyclocrosser. Sonst könntet ihr auch einfach die Bereifung tauschen und würdet mal locker ne 4-stellige Summe sparen, aber wer will das schon ! :D

Es ist eine tolle Trainingsalternative zum “lahmen” Kilometer runterspulen und auch zum Kilometer schrubben auf dem Rollentrainer.
Braucht man einen Cyclocrosser nun? Das muss jeder selbst entscheiden, ich liebe dieses Rad genauso wie mein Rennrad und wie ein weiser Philosoph mal sagte:

Man kann nie zu viele Räder besitzen, die perfekte Anzahl ist immer N+1 (wobei N den Ist-Zustand darstellt)

In dem Sinne

Ride on…Chris

5 Kommentare zu Cyclocrosser – Ein Rad das man eigentlich nicht braucht oder doch?

  1. Avatar Simon sagt:

    muss sagen das ich echt gut mit meinem Anyroad 2 durch den Winter komme also klar Daumen hoch für nen Cyclocross

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