Strava, das andere Intervalltraining

Veröffentlich am: 14. Oktober 2015

In der Kategorie: Allgemein

Verfasser(in): Maudi

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Kennt Ihr Strava? Ich bis Anfang des Jahres auch nicht. Olli machte mal wieder Werbung für ein neues Portal. Bevor ich die Flitzpiepen kennen gelernt habe, war ich mit Runtastic oder auch teilweise miCoach unterwegs. War da auch sehr zufrieden, bis auf die fehlende Schuhdatenbank bei Runtastic. Naja irgendwas fehlt immer. Als ich dann eine Flitzpiepe wurde, pflegte ich parallel noch bei Sportics meine Daten, weil wir dort an Ligaspielen teilnahmen. Da wir uns aber entschlossen, diese Spiele nicht mehr zu machen, suchte Olli sich wahrscheinlich was neues und machte dann Werbung für Strava.

Gut, hab ich mir auch erstmal ein Konto erstellt und nebenbei meine Daten hochgeladen. Bei meiner TomTom funktioniert das automatisch, also ich muss nichts importieren. Bei Garmin funktioniert das auch, Polar nicht. So lagen meine Daten einfach auf einem weiteren Server. Bei Strava kann man alle gängigen Sporttypen pflegen und was ich sehr gut finde, man kann seine Ausrüstung anlegen. Also das komplette Schuhregal, aber auch seine Fahrräder. Ich bin in unterschiedlichen Abständen mit drei Rädern unterwegs und kann so genau verfolgen wieviele Kilometer ich mit welchem Rad unterwegs war. Klar, totales Spielerchen, nur was für Statistik-Freaks. Aber so einer bin ich. Zahlen sind genau mein Ding :-)

Umso mehr ich mich also mit Strava beschäftigte und so geiler wurde es. Auswertungen der Trainings, Monatsstatistiken, alles möglich. Strava kann alles. Ich habe den kostenlosen Account, für 5,49€ im Monat kann man sich auch die Premium Variante holen. Erhält hier dann Trainingspläne, noch umfangreichere Auswertungen, Routendownload und Echzeit-Segmente. Ich will das Portal hier gar nicht bis ins letzte Detail anpreisen, sondern komme jetzt mal zu dem eigentlichen Thema “DIE SEGMENTE”. Teilstücke in Städten oder Landstraßen, welche man selbst abstecken kann, um sich gegen andere zu messen oder auch selbst zu verbessern. Für Radfahren und Laufen gibt es unterschiedliche Segmente. Beim Radfahren darf sich der Schnellste auf einem Segment KOM (King of Mountain) nennen. Und beim Lauf CR (Course Record). Man bekommt dann in der Trainingszusammenfassung kleine Pokale angezeigt. Sollte es mal nicht zum CR reichen, aber es trotzdem die Bestleistung gewesen sein, zeigt einen Strava das auch an. So können Trainingsfortschritte/Bestleistungen auch verfolgt werden.

Ich bin normalerweise nicht der Typ, der ständig im Wettkampf gegen andere steht. Habe also nicht die Ambitionen irgendwann mal so schnell wie Olli oder noch schneller zu sein. Mein Gegner bin ich, aber der Bewegungs-Alltag wird irgendwann langweilig. Nach meiner letzten Bestzeit für den Halbmarathon hab ich beschlossen, nie wieder Intervalltraining zu machen. Mich nervt das einfach, frag mich jedesmal warum ich das tue, nur um dann seine Bestzeit wieder um 10 Sekunden zu verbessern oder im Wettkampf dann nicht die gesteckten Ziele zu erreichen. Nein, davon bin ich weg, der Spaß am Sport soll im Vordergrund stehen. Trotzdem habe ich mir die Lauf-Segmente mal für Spandau genauer angeguckt und dabei festgestellt, kannste auch :-) So bin ich jetzt gerade dabei, meine Laufrouten anhand der Segmente zu planen. Was ja auch nicht verkehrt ist, denn so läuft man auch mal wieder andere Wege. Stand Oktober 2015 bin ich geschätzt auf 70% aller Spandauer Laufsegmente der Schnellste. Kaufen kann ich mir dafür auch nichts, bringt aber einen gewissen Reiz. Nun bin ich dann doch wieder beim “Intervalltraining”, nur auf eine andere Art. Wenn ich mal alle Segmente erobert habe, muss ich mir wahrscheinlich was neues einfallen lassen.

Bei den Radsegmenten bin ich raus. Was da manche Leute in die Kurbel getreten haben, liegt für mich größtenteils außerhalb des machbaren. Bei einigen Segmenten hab ich das Gefühl, das ich bei Rot über die Ampeln knallen müßte, um da ansatzweise an die Zeiten zu kommen. Als Beispiel die Abfahrt vom Willi Richtung Norden (für alle nicht Berliner, das ist für uns schon fast ein Berg). Die Abfahrt ist 600 Meter lang und hier ist einer mit über 90 km/h runter. Ich bin mal die Abfahrt Richtung Süden mit knapp 70 km/h runtergefahren und die ist 400 Meter länger…..

Mir ist auch aufgefallen, das einige bei Strava vergessen ihre Radeinheiten, als Laufeinheiten zu ändern. Gerade in Spandau, bei der Recherche meiner zu schlagenden Segmente, waren Zeiten dabei, davon träumen selbst die Kenianer. Da wurden mal Segmente mit einer 1:55 Pace und 120 Puls absolviert. Sowas wurde natürlich gleich bei Strava moniert ;-) Die Aktivität des Widersachers wird einfach markiert und fällt dann erstmal raus. Wenn er Einspruch einlegen möchte, muss er sich bei Strava rechtfertigen. Von mir wurde auch mal eine markiert, da bin ich ein Segment mit 227 km/h gefahren (hab nach einer kurzen Pause die Aktivität wieder zu spät gestartet). Hat mir auch keiner geglaubt. Man muss auch darauf achten auf welcher Straßenseite das Segment erstellt wurde. Mir auch passiert, 2,2 km voll verausgabt, bei der Auswertung dann gewundert warum das Segment nicht dabei war, bis mir aufgefallen ist, das ich auf der falschen Straßenseite gelaufen bin.:-D

Wer also auf der Suche nach einem umfangreichen Trainingsportal ist, dem kann ich Strava nur empfehlen! Eine App gibt es auch, so dass eine GPS Uhr nicht zwingend erforderlich ist.

11 Kommentare zu Strava, das andere Intervalltraining

  1. Avatar runningflooo sagt:

    Ich hatte mich zwar mal angemeldet, da es aber, wie du schon erwähnst nicht funtioniert mit einer Polar, habe ich das ganze wieder sein lassen :-) Wobei ich das schon bestätigen kann, dass es eigentlich recht cool ist :D Naja schauen wir mal, vielleicht gibt es ja mal eine andere Uhr, die sich dann auch synch. lässt ;-)

  2. Avatar Dietmar sagt:

    Eine Frage. Du sagst, dass du auch Runtastic benutzt/benutzt hast – welches Programm gefällt dir den besser?

    • Maudi Maudi sagt:

      Mir gefällt Strava besser. Es kann mehr, gut ich habe Runtastic lange nicht mehr genutzt. Aber Du kannst auch Routen anlegen. Strava erkennt auch von alleine, wenn Du Deine Haus-und Hofrunde erneut gelaufen bist und sagt Dir dann sogar, ob Du schneller oder langsamer warst.

  3. Avatar Steve sagt:

    If it’s not on Strava, it doesn’t happen! ;-)

    Geile Platform

  4. Avatar Martin sagt:

    Wer einmal STRAVA Mitglied ist, fragt sich immer, wieso sich so viele Läufer Runtastic und Co. antun.

  5. Ich bin auch ein echter Strava Fan, habe aber mehr die Rad- als die Lauf-Segmente im Auge. Bei manchen Rad-Segmenten sind die Topzeiten wirklich ambitioniert, aber mit den richtigen Rahmenbedingungen (Gruppe, Rückenwind) oft auch machbar. Auf der anderen Seite findet man oft auch Segmente, wo noch was möglich ist, oder freut sich schon über eine Top10-Platzierung.
    Ein weiterer Strava Favorit von mir sind die Heatmaps, eine tolle Animation seiner Lieblingstrecken und wo-war-ich-schon-überall Karte.

  6. […] einfach…. Man liest einen Bericht von Maudi von den Flitzpiepen über Strava und fragt sich gleich… Oh mein Gott – es gibt eine App und eine Webseite, […]

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