Testbericht: TomTom Touch

Veröffentlich am: 21. Dezember 2016

In der Kategorie: Testberichte_Technik

Verfasser(in): Maudi

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Als wir im Spätsommer die Einladung für die IFA hier in Berlin bekommen haben, waren wir ganz gespannt was TomTom denn alles schönes präsentiert. Angekündigt waren soweit ich mich erinnern kann sieben neue Produkte. Das alle aus dem Sportbereich kommen würden war uns unterbewusst auch klar, da TomTom schließlich auch Navigationsgeräte herstellt. Hätte aber auch anders kommen können. So sind Chrissi, Chris und ich am 01.September zu einem Presseevent der Werbeagentur von TomTom geladen worden und waren gespannt was es denn neues gibt. Andere Blogger wie Nadin von Eiswürfelimschuh und Susi von Runskills waren auch da. Von den vorgestellten Produkten sind für uns Sportler vorallem der Fitness Tracker „Touch“, die neue Sportuhr „Spark 3“ und die Outdooruhr „Adventura“ interessant.

Bisher haben wir den Tracker „Touch“ erhalten und wollen mal ein wenig genauer auf die Bedienung und Funktion eingehen. Das besondere bei diesem Fitness Tracker gegenüber den anderen ist, das er auch den Körperfett- und Muskelanteil mißt (vom Oberkörper). Wer unseren Livestream von der Presseveranstaltung verfolgt hat, konnte schonmal grob sehen, wie das dann aussieht. Ich hab mir das Video nochmal angeguckt, ob sich in den zwei Monaten bis zum Test was vom Körperfett getan hat ;-) Es hat sich was getan. Habe 2% Körperfett abgenommen. Hat sich mein Leben in Saus und Braus ausgezahlt. Nein nein, ich habe schon im Schnitt die letzten zwei Monate mehr Sport, als über den Sommer, gemacht. Also durchaus realistisch das da ein wenig Fett abgebaut wurde.

Dann kommen wir mal zu der Bedienung und Funktionalität. Vorab, das Armband ist schön elastisch und trägt sich angenehm auf dem Arm. Beim Kauf kann man zwischen vier Farben wählen (schwarz, azur-blau, koral-rot, indigo-lila). Desweiteren gibt es zwei Größen (S und L). Ich habe das Armband in S und obwohl ich ziemlich dünne Handgelenke habe, ist es mir fast zu klein. Die Bedienung ist sehr leicht. Am leichtesten kommt man mit dem Zeigefinger zu den einzelnen Bildschirmen. Wischt man nach oben, kommt man zum Starten einer Aktivität und noch einen Schritt weiter, kann das Körperfett und die Muskelmasse gemessen werden. Mit ein bißchen Übung läßt sich das dann einfach messen. Zum Anfang habe ich immer mehrere Versuche gebraucht, bis ich endlich erfolgreich gemessen habe. Dies wird einem mit einem Haken im Display signalisiert. Die Ergebnisse bekommt man nur über die App und auch nur einen Wert für Fettanteil und Muskelmasse vom Oberkörper. Leider wird nichts auf dem Tracker angezeigt. Die Aufzeichnung der Aktivität ist sehr allgemein. Es wird halt einfach nur die Zeit gemessen und anhand des Puls der Kalorienverbrauch oder anhand der Schritte dann die Distanz. Da kein GPS verbaut wurde, erhält man auch keine genaue Entfernung. Beim Vergleich der Laufdaten vom Touch zur Spark, erhält man aber z.B. fast den gleichen Kalorienverbrauch. Der Datensammler in mir, vermisst da die Genauigkeit. Noch einmal weiter nach oben gewischt kommt man zur Pulsmessung. Dieser kann hier manuell nachgeschaut werden, aber der Tracker misst ihn in regelmäßigen Abständen über den Tag. Dann kann über die App der durchschnittliche Ruhepuls nachgeschaut werden. Mir auch wieder zu wenig. Mich interessiert morgens mein Ruhepuls und die Kurve über den Tag wäre auch interessant.

Wischt man nach unten bekommt man die täglich zurückgelegten Schritte, verbrauchte Kalorien, die gelaufene Kilometer (welche Anhand der Schritte ermittelt wird), Dauer der Bewegung und die Schlafdauer. Das mit der Schlafdauer hat selten hingehauen, oft wurde mehr Schlaf gemessen, als tatsächlich stattgefunden hat.

Spritzwasser unter der Dusche verträgt die TomTom Touch. Für Schwimmen oder Surfen, also das eintauchen ins Wasser ist sie nicht geeignet.

Smartphone Benachrichtungen werden im Display nur mit einem Symbol für Telefonanruf oder Nachricht angezeigt. Keine weiteren Details, wie z.B. Telefonnr. oder kurze Textvorschau. Diese Funktion kann über die App deaktiviert oder aktiviert werden.

Bei der App MySports und auch dem Portal, hat TomTom mittlerweile gut nachgearbeitet. Wenn ich da an die Anfänge mit meiner Multisport denke, war es kaum zu gebrauchen. Die Synchronisation funktioniert einfach über Bluetooth und habe dann eine gutes Auswertungscenter. Hier werden die gesammelten Daten übersichtlich zur Verfügung gestellt. Ziel für Schritte und Gewicht, aber auch tägliche Bewegungsdauer können hier definiert werden. Unter der Rubrik “Fortschritt” kann man Schritte, Energieverbrauch, Schlaf oder Puls filtern und dann in Form von Diagrammen nachgeprüft werden.

Die Akkulaufzeit beträgt etwa 60 Stunden. Ich habe die TomTom Touch während des Test den ganzen Tag und Nacht getragen, ebenfalls wurden Aktivitäten aufgezeichnet, wo zusätzlich der Akku beansprucht wird, weil eine dauerhafte Pulsmessung stattfindet. Die Einstellungen für das Display sind nicht konfigurierbar. Es ist zwar klar und gut leserlich. Mich nervt aber das nach 5 Sekunden die Uhr immer in Standby geht. Mir wird der Bildschirm zu schnell schwarz. Spart zwar Akku, aber gerade wenn ich die Uhr ablesen will, mag ich nicht immer ein Knopf drücken.

Für mich als Sportler ist ein Activity Tracker wenig sinnvoll. Ich bin schon genug in Bewegung und meine TomTom Spark2 bietet da einfach viel mehr Funktionen, zumal sie einen Activity Tracker gleich integriert hat. Aber für die, die sich ein wenig motivieren lassen wollen, ein schönes Spielzeug. Ich sehe das auf Arbeit auch immer häufiger, das meine Kollegen einen Activity Tracker ums Handgelenk tragen. Leider fehlt aber auch, das nach einer Stunde der Tracker vibriert und einen daran erinnert mal kurz aufzustehen oder sich zu bewegen. Gerade für die Leute, die einen Büroarbeitsplatz haben, eine schöne Funktion. Im Lieferumfang ist ein Ladekabel + Anleitung enthalten. Das Gerät wird per USB Micro Anschluss geladen. Finde ich persönlich mal richtig geil. Das hat mich bisher immer genervt, das jede Sportuhr ihr eigenes Ladekabel benötigt hat.  UVP des Herstellers 149€

Wie siehts an Eurem Handgelenk aus? Nutzt Ihr einen Activity Tracker oder wollt Ihr euch einen besorgen? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

3 Kommentare zu Testbericht: TomTom Touch

  1. Für mich ist dieses kleine Gadget ein schöner Begleiter für den Alltag, wenn ich mal keine Uhr trage möchte und trotzdem die Bewegung im Blick haben will. Wie schreibst, fehlt eigentlich nur die Erinnerungsfunktion…

  2. Avatar Eddy sagt:

    Danke für den Testbericht! Für mich wäre so ein zusätzliches Armband nix. Alle wichtigen Funktionen sollten schon in der Smartwatch enthalten sein (derzeit verwende ich den V800 von Polar). Und was die Watch nicht kann, ermittelt täglich meine Waage (Gewicht, BMI…).

    Ich sehe, dass TomTom endlich auch navigieren kann. Daher bin ich mal auf Euren Testbericht über die Spark3 gespannt :-)

    Ich wünsche einen guten Rutsch – natürlich nicht beim Laufen :-D

    • Chris Chris sagt:

      Hey Eddy, schön das du mal wieder vorbeischaust! Die Spark hängt schon bei unseren Piepen am Handgelenk ;)
      Das mit dem Band sehe ich genauso, wenn man aber keine Sportuhr inkl. Tracker hat, ist das aber nen nettes Gimmick, so wie Maudi das schon schreibt!
      Liebe Grüße nach Bremen

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