1. City Triathlon Dresden – Großes Ziel Olympische Distanz

Veröffentlich am: 26. August 2015

In der Kategorie: Triathlon

Verfasser(in): Steve

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Wie schon im Artikel aus dem  März erwähnt, hab ich mir für dieses Jahr den Triathlon, mit einer olympischen Distanz als Ziel gesetzt. Nach 2 erfolgreich gefinishten Sprintdistanzen, fühlte ich mich bereit für die neue Herausforderung.

Für den besonderen Moment hab ich mir ein Triathlon in einer besonderen Stadt raus gesucht. Es war der 1. City Triathlon in Dresden und wurde von Willpower Races veranstaltet.

Vor dem Wochenende ging es jedoch ziemlich holprig los.

In der Ausschreibung stand, dass der Fahrrad-Check-in, sowie die Startnummernausgabe am Samstag ist. Demnach wurde dann die Anreise für diesen Tag geplant um alles erledigen zu können.

Mit der Anmeldebestätigung kam der nächste Fauxpas ans Tageslicht. Es wurde eine schlichte Mail verschickt, welche dann mit einen Link zur aktuellen Ausschreibung versehen wurde. Nur lag hinter diesem Link nicht die Ausschreibung von Dresden, sondern die vom Aquathlon European Championships 2015 in Köln. Nach kurzer Rückmeldung wurde dann prompt eine korrigierte Version verschickt.

Hier merkt man, dass es die 1. Triathlon Veranstaltung in der Stadt ist. Sicherlich mit anderen Personen im Hintergrund als in Köln, da können solche Fehler schon mal passieren.

Am Samstag sind wir also in Dresden angekommen und haben die Startnummer in einem Hotel abgeholt, die Grundlage ist somit geschaffen. Hier fehlte leider eine kleine „Messe“ mit regionalen Sportgeschäften oder der Gleichen wie man es üblicherweise kennt.

Beim kurzen Check der Wechselzone, sah man die engagierten Helfer mitten im Aufbau.

Da die Schwimmstrecke 3,5 km stromabwärts in der Elbe erfolgte (entsprach ungefähr 1,8km Schwimmdistanz) musste ich auch mal den Wasserausstieg begutachten. Zum Glück hab ich die falsche Stelle abgecheckt, denn dort lagen etliche kleine bis mittelgroße Steine und unzählige Scherben.

Sonntag morgens um sieben habe ich mich mit meinen Unterstützern Stefan und Kathi zum Frühstück verabredet. Meine Motivation lag leider noch im Bett, ich hoffte sie stand kurz nach mir auf.

Das Wetter war bewölkt, windig und ganz schön frisch. Nun wusste ich auch warum meine Motivation sich in Grenzen hielt.

Nach dem Fahrrad Check-in (nun doch am Sonntag morgen) musste man sich frühzeitig in seine Wettkampfbekleidung für das Schwimmen werfen, denn es führte ein Shuttlebus von der Wechselzone zum ca. 4km entfernten Wassereinstieg. Dort mussten wir noch ca. 1h lang die Zeit um die Ohren schlagen.

Die Sprintdistanz Teilnehmer starteten 10min vor uns. Man sah schon an denen wie stark die Strömung der Elbe ist. Diese entspricht in etwa 4 km/h auf der Höhe Dresdens. Dieser Anblick hemmt nicht unbedingt die Nervosität. Das einzig Gute am schwimmen war, dass die Wassertiefe ungefähr 80cm betraf. Dies half in meinem Fall sehr für den Kopf, wenn es wirklich mal nicht so klappen sollte mit dem Schwimmen, kann man sich hinstellen und Luft holen.

Dann kam unser Schwimmstart, ab diesen Zeitpunkt war alles vergessen was im Vorfeld in mir vor ging. Es war der Hammer. Die Geschwindigkeit die man im Wasser ablegte unbeschreiblich, man muss so etwas einmal mitgemacht haben. Aller Skepsis, welche ich mir gemacht habe, bin ich diese Distanz locker und ruhig, mit einem gewissen Genuss, durch gekrault. Ich war so stolz auf mich, da ich gerade einmal 10 Monate dabei bin mir das kraulen selber bei zu bringen und diese Distanz in einer akzeptablen Zeit von 34min absolvieren konnte.

Der Wechsel zum Rad lief recht gut. Es waren auf einmal eine Menge an Zuschauern am Wegesrand die ich nie im Leben erwartet hätte. Ganz stolz machte mich dann, meine liebe Mutter am Rande stehen zu sehen. Es gab nochmals einen Adrenalinschub.

Nun hieß es aber rauf auf das Rad und auf den 6,6km langen Rundkurs. Diesen sollte man 6x umfahren. Leider war die Strecke so kurz, dass irgendwann alle 350 Teilnehmer auf der Radstrecke waren und es teilweise nicht möglich war das Windschattenverbot einzuhalten. Die ersten 3,3km hatte man super Rückenwind und man erreichte locker seine 45km/h. Allerdings kehrte sich das Blatt als man die 3,3 km mit Gegenwind zurück fahren musste.

Ich stieg dann nach ca. 1:08h vom Rad. In der Wechselzone angekommen und die Schuhe gewechselt wurde mal der Check zur Uhr gemacht und die Zeit war voll im vorgenommenen Zeitrahmen.

Jetzt kam die Laufdisziplin. Ausgeschrieben wurden 4 Runden à 2,5km entlang der Elbe. Nach der ersten Runde den Blick auf den GPS-KM-Zähler zeigte mir etwas anderes. Na mal schauen was die zweite Runde sagte. Nun bin ich schon nach zwei Runden bei 5,9km. Na klasse, die vorgenommene Zeit um die 2:30h ist leider somit passé. Egal heute hieß es, für das 1.Mal Olympische Distanz, durchkommen und kein DNF provozieren.

Nach 2:48h hab ich dann mit voller Freude das Ziel erreicht. Es war ein geiles Gefühl was man so in den letzten Monaten abgeleistet hat um dieses Ziel zu erreichen. Empfangen von 4 lieben Menschen an meiner Seite und das kühle Bier war der Tag dann perfekt.

dresden_tri_2015-23

Im Großen und Ganzen war der 1. Dresden City Triathlon mit ein paar Kinderkrankheiten eine gelungene Veranstaltung. Leider blieb nicht viel für die Besucher übrig. Nach Rückmeldung vom Veranstalter, haben sich leider keine Verkäufer für Getränke und ein Grillstand gefunden, der die tapferen und ausdauernden Besucher verpflegt. Vom Moderator vor Ort wurde auch aktiv um Rückmeldung gebeten um kommende Veranstaltungen besser organisieren zu können und aus den Kritiken zu lernen. Dies hab ich dann natürlich angenommen und hiermit meine Rückmeldung abgegeben. ;)

Nun wird man sehen was draus gemacht wird.

Wie sieht es mit euren Zielsetzungen aus? Seit ihr auf guten Weg dahin oder habt ihr gar euer gestecktes Ziel schon erreicht?

Gruß Steve

4 Kommentare zu 1. City Triathlon Dresden – Großes Ziel Olympische Distanz

  1. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Sprung zur OD. Super gemeistert!

    Die kleinen Tücken hast du ja auch gut hinbekommen. So eine Schwimmdistanz muss man auch erst einmal für den Kopf verarbeiten. Strömung hin oder her.

    Weiter so und natürlich immer viel Spaß dabei.

    • Steve Steve sagt:

      Vielen Lieben Dank Din.
      Es ist definitv eine Distanz die mir sehr liegt. Es ist nicht zu kurzweilig und machbar allemal wenn man etwas dafür trainiert.
      Nun steht als nächstes Ziel im Triathlonbereich die MD an.

  2. Glück gehabt, dass noch eine Handbreit Wasser unterm Arm war in der Elbe. Respekt und herzlichen Glückwunsch!

    • Steve Steve sagt:

      Vielen Dank Mathias. Ihr tragt mit euren ausgefeilten Traininsplänen erheblichen Anteil bei.
      Das war definitiv echt spektakulär der Wasserstand.
      Man muss aber mal in einem Fluss geschwommen sein das macht so Laune.

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