So lief der A3K Teamtriathlon für uns..

Veröffentlich am: 27. Juni 2016

In der Kategorie: Triathlon

Verfasser(in): Flitz Piepe

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Im März kam Stefan die Idee uns beim A3K-Teamtriathlon am 29.5.2016 in Strausberg anzumelden. Bereits letztes Jahr war ich als Zuschauer vor Ort und fand die Idee witzig, da das Radfahren und das Laufen gemeinsam absolviert wird.

Ausgeschrieben waren die Sprint- und die Olympische Distanz. Wir meldeten die olympische Distanz. Die Sprintdistanz stand für uns gar nicht zur Debatte.

Der Wettkampf ist so aufgeteilt, dass die 1,5 km lange Schwimmstrecke durch die drei Starter geteilt wird. Jeder geht für 500m ins Wasser, danach startet man gemeinsam aufs Rad. Die 40km dürfen im Team mit Windschatten gefahren werden. Das Laufen als letzte Disziplin absolviert man ebenfalls im Team um dann gemeinsam das Ziel zu erreichen.

Felix entschied sich mit an Board zu sein und ich wusste, es würde hart werden. Im Schwimmen kann jeder sein eigenes Tempo schwimmen, doch kann ich beim Radfahren und Laufen mithalten? Was denken die Jungs von mir, wenn ich so langsam laufe?

Aber Stefan und Felix versicherten mir, es geht nur um den Spaß.

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Der Tag des A3K-Teamtriathlon

Es sollte ein warmer Sonntag werden. Der Wetterdienst prognostizierte allerdings gegen 12:00Uhr Gewitter mit 40%iger Wahrscheinlichkeit. Für die olympische Distanz war der Start auf 10:30Uhr angesetzt. Nach Adam Riese würden wir dem Gewitter gerade so davon radeln und der Regen sollte uns erst auf der Laufstrecke treffen.

Wir verabredeten uns am Wettkampftag bei Stefan vor der Haustür. 8:00Uhr bauten wir die Räder auf seinen Radanhänger und düsten gen Strausberg. Ich hatte voll Bock auf Triathlon und freute mich, dass es endlich die Saison los geht.

Als wir ankamen holten wir die Startunterlagen und durften die freudige Nachricht erfahren. Der Start für die olympische Distanz verzögert sich, weil es sonst auf der Radstrecke mit den Sprintstartern Probleme geben würden. 11:15Uhr setzte das Team von A3K den Start an. Uns blieb also nichts anderes übrig als zu warten.

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Die Einteilung des Rennens

Vor dem Start mussten wir die Reihenfolge festlegen. Ich als gute Schwimmerin meldete mich freiwillig als erste zu starten und mich dem Kampf des Massenstarts auszusetzen. Felix startete als zweiter und Stefan sollte als Schlussschwimmer nochmal alles raus holen.

Gegen 11Uhr war es soweit. Ich wollte mich etwas an das kalte Wasser gewöhnen und wagte mich langsam in den Straussee. Den Neoprenanzug entschloss ich nicht anzuziehen. Der Neo gibt zwar massig Auftrieb und hält warm, doch schränkt er mich in meiner Bewegungsfreiheit ein. Und ehrlich gesagt, hatte ich keine Lust mich für 500m in das enge Ding zu quetschen. Felix ging gleich ohne Neo an den Start. Nur Stefan fühlte sich mit Neo wohler und schneller.

Kurz nachdem ich mich im Wasser akklimatisiert hatte, hieß es, dass der Start erst 11:30Uhr erfolgen soll, weil erst dann sichergestellt werden kann, dass die Radstrecke bei uns frei ist. Gut, dass ich gerade ins Wasser gegangen bin und nun nass draußen stand. Auch wenn die Sonne schien, war es doch ohne Neo etwas frisch.

45min später begann der A3K-Teamtriathlon

Dann endlich 11:30Uhr ertönte das Startsignal. Ich kämpfte mich bis zur ersten Boje. Massenstarts sind einfach nichts für mich, aber leider gehören die beim Triathlon dazu. Das Feld lichtete sich auf dem Weg zur zweiten Boje. Dort fühlte ich, dass ich bereits völlig fertig war und schwamm weiter. Es waren ja nur 500m. Die sollte ich auch noch packen.

Die 500m schwamm ich in 8:20min, übergab den Transponder an Felix und musste mich erst einmal setzen. Ein Glück hatte ich Pause und konnte mich ein wenig ausruhen. Man geht die Schwimmstrecke ganz anders an, wenn man weiß, danach nicht direkt aufs Rad steigen zu müssen. Als Stefan dann die Wechselzone erreichte, ging es für uns gemeinsam auf die Radstrecke. Felix führte das Feld anfangs an, ich dahinter und Stefan machte den Abschluss. Der erste Part ging entlang des Sees Richtung Norden, bis wir irgendwann die Hauptstrasse erreichten. Auf dieser ging es für uns 5 Runden auf und ab. Felix und Stefan wechselten sich mit der Führung ab und versuchten Windschatten zu geben. Ich blieb dahinter.

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Auf der Hauptstrasse erreichten wir in die eine Richtung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40km/h. Die Gegenrichtung ging etwas bergauf und hatte Gegenwind. Dort kamen wir gerade mal auf 33km/h. Für die Wenden waren Kegel auf der Hauptstraße aufgestellt, bei denen wir jedes Mal stark abbremsen mussten. Ich muss aber sagen, dass alle sehr rücksichtsvoll gefahren sind. Wir kamen uns nicht mit anderen Teams in die Quere.

Die 40km fuhren wir letztendlich in einem 34er Schnitt. Nach den 5 Runden ging es wieder zurück in die Wechselzone, wir stellten die Räder ab, zogen uns die Schuhe an und liefen gemeinsam zur Laufstrecke. Diese ging für 5km Richtung Norden entlang des Straussees. Nach 1,5km erreichten wir die erste Verpflegungsstation. Es gab Wasser und Cola. Stefan und ich griffen nach den Bechern und Felix blieb verschollen. Irgendwann kam er wieder an und meinte, er hatte Durst und verweilte deswegen an der Station. Wir dachten, er muss erstmal ein Pläuschchen halten.

Das Laufen lief wie erwartet. Ich konnte nicht so schnell laufen, wie die Jungs. Die Jungs schlenderten eher durch die Gegend und unterhielten sich. Für mich war es der pure Stress, zu wissen, dass ich die beiden in ihrer Laufgeschwindigkeit bremse. Aber es ging nicht schneller. Die zweite Verpflegungsstation kam am Wendepunkt bei km 5. Die Hälfte der Strecke war geschafft, jetzt hieß es nur noch durchhalten.

Kurz vor dem letzten Verpflegungspunkt wusste ich es ist an der Zeit anstatt Wasser jetzt zur Cola zu greifen. Ich fühlte mich ausgelaugt und wusste, dass Cola kurz vor Ende nochmal den nötigen Energieschub bringen würde. Der Körper kann durch das Koffein mehr Kohlenhydrate aus der Cola ziehen, die in der Endphase eines Rennens von besonderer Bedeutung sein können. Das war auch deutlich zu spüren.

Die letzten 1,5km liefen wir gemeinsam ins Ziel und mussten dort leider feststellen, dass für die Endverpflegung zu wenig bereitstand. Es war nur noch ein Stück Melone und Wasser übrig. Zum Glück gab es noch den Grillstand, bei dem wir uns mit einer Bio-Zisch Limonade und einem Würstchen stärken konnten.

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Wir beendeten das Rennen nach 2:47h und waren damit sehr zufrieden. Auch wenn ich auf der Laufstrecke das Gefühl hatte zu langsam zu sein, haben mich Stefan und Felix eines besseren belehrt. Jeder läuft so schell wie er kann, es geht hier nur um den Spaß. Triathlon soll Spaß machen und das tut es bei dieser Veranstaltung. Wenn du sonst alleine an den Start gehst, kannst du im Team mehr aus dir herausgehen. Solltest du einen Moment haben, indem du nicht mehr kannst, motivieren dich deine Teamkameraden weiter zu machen.

Abschließend lässt sich sagen

Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Das prognostizierte Gewitter traf nicht ein. Der Tag war angenehm warm. Auch die Verzögerung des Rennens sorgte nicht für großen Unmut. Etwas mehr Verpflegung am Ende des Rennens wäre wünschenswert gewesen, aber dafür sorgte der Würstchenstand für ein Wohlbefinden nach dem Rennen.

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An dieser Stelle noch ein großen Dank an die Eltern von Felix. Auch wenn Stefan und ich erst bei der dritten Radrunden feststellten, dass ihr für uns da seid, fanden wir es toll, dass ihr uns unterstützt habt. Ihr könnt gerne wieder kommen und dürft auch die laute Rassel wieder mitbringen. Es war immer aufmunternd an euch vorbei zu laufen.

Für das nächste Jahr wünschen wir, dass mehr Flitz-Piepen mit an den Start gehen und wir gemeinsam den Start in die Saison einläuten.

Eve war schon auf einigen Veranstaltungen mit uns, hat aber auch ihren eigenen Blog. Guckt doch mal vorbei Travelsporteve

5 Kommentare zu So lief der A3K Teamtriathlon für uns..

  1. Klasse Teamleistung. Herzlichen Glückwunsch zusammen.

    Schön, mal etwas über diesen Tri zu lesen. Hatte ich irgendwie noch nicht so auf dem Schirm.

  2. Avatar Eve sagt:

    Vielen Dank für die Glückwünsche.
    Normalerweise werden Triathlons ja auch anders ausgetragen. Entweder alle Disziplinen oder nur die Teilstrecken.
    Es macht aber unheimlichen Spaß mal nicht alleine auf die Strecke zu gehen und sich gegenseitig zu pushen.

  3. Miele Miele sagt:

    Eve, ein toller Bericht!
    Super, wie du stark das Schwimmfeld für die Männer hast und dich beim Laufen “geschlagen” hast. Super Einstellung, jeder so wie er kann, Triathlon soll Spaß machen. Wenn Sport stresst, macht es keinen Sinn. Alltagsstress haben wir ja schließlich genug. Ich mag Staffel-Wettkämpfe auch viel lieber als Einzelläufe. Würde mich freuen nächstes Jahr dabei zu sein :)

  4. Miele…
    Du sprichst mir aus der Seele. Wir wollen doch alle beim Sport abschalten können und wer an die Sache zu verbissen ran geht, der stresst sich wirklich selber.
    Also machen wir nächstes Jahr ne Mannschaftsteamwertung. Ich freu mich drauf.

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