Training und Ernährung mit der F-AS-T Formel

Veröffentlich am: 28. November 2015

In der Kategorie: Ernährung und Sport

Verfasser(in): Maudi

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Anfang des Jahres sprachen gefühlt alle über die TrainLow – CompeteHigh Methode von Dr. Feil. Wir haben in einem kurzen Interview für Euch mal unsere Erfahrung der letzten Saison zusammengefasst.

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Hattest Du bisher Erfahrungen mit low carb Ernährung?

Olli: Ja, da ich viel ausprobiere bin ich schon sehr gut mit der Paleoernährung gelaufen. Die train low, compete high Variante hab ich damals schon ausprobiert. Vor dem Wettkampf werden rechtzeitig gute KH’s getankt und im Wettkampf gehts dann ordentlich zur Sache. Es ist zwar nicht leicht  mit weniger KHs im Training auszukommen aber im Wettkampf selbst nimmt der Körper diese dann mit Kusshand und nutzt sie quasi als Kerosin und verwandelt dich in eine Maschine ;) Außerdem wird mit dieser Ernährungsform der Fettstoffwechsel angeregt was man dann natürlich auch an diversen, ich nenne sie mal Problemzonen sieht.

Maudi: Ja, habe das vor ein paar Jahren mal ausprobiert um Gewicht zu verlieren. Innerhalb von zwei Wochen habe ich fünf Kilo verloren. Ansonsten nutze ich es in der Taper-Phase vor wichtigen Wettkämpfen.

Was hat dir an dem Buch am besten gefallen?

Olli: Ich finde die Erklärungen und Wirkungsweisen der einzelnen Gewürze, Mineralien und Vitalstoffe interessant. Außerdem sind die beigefügten Tabellen sehr zu empfehlen. Man kann doch recht schnell finden was man sucht. Irgendwann schleift sich das dann ein.

Maudi: Das alles schnell und übersichtlich nachgeschlagen werden kann, dank der Tabellen. Das Buch war schnell durchgelesen, greife aber mindestens einmal die Woche darauf zurück.

Wie war die Umstellung der Ernährung?

Olli: Da ich schon viel Erfahrung in Sachen LowCarb und “sauberen” Essen habe ist es mir nicht schwergefallen die Aspekte der FAST Formel umzusetzen. Sich Regelmäßigkeiten und neue Gewohnheiten anzueignen ist eher der Punkt der eine Weile zum Einschliff braucht.

Maudi: Zum Anfang immer sehr hart. Ständig Hunger, es ist doch schon ein ganz schöner Entzug für meinen Körper gewesen, da ich sonst viel Weizen in meiner Ernährung habe. Am meisten fehlen mir die Nudeln. Mittlerweile kann ich aber fast komplett auf Weizen verzichten und nutze Dinkelmehl.

Was hast Du gegessen?

Olli: Die Gewürzschokolade aus dem Buch hat es mir angetan, mit Leinöl, Honig und Kakao ist sie ein guter “Lückenfüller” und kommt 2-3mal täglich in die Tasse. Ich habe mir seit Januar angewöhnt  2 Hauptmahlzeiten über den Tag zu verteilen. Ich trinke auch gern 1-2 Tassen Kaffee am Tag und zwischendrin viel Tee.

Brot und Nudeln in der Weißmehl Variante habe ich schon lange aus der Küche verbannt. Genauso wie Industriezucker. Verwende dafür ab und an etwas Dinkel, Couscous, Quinoa oder Hirse. Amaranth ist nicht so mein Fall.

Maudi: Beim Frühstück bin ich bei Dinkelbrötchen oder Dinkelbrot mit Nutella geblieben, hier bin ich aber einfach zu bequem und die Kohlenhydrate am morgen, sind schnell verbrannt. Viel Quark mit Obst oder Gemüse. Die Mittagsmahlzeiten, wie bisher auch bloß ohne Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Abends oft Ei mit Speck oder einfach Gemüsesticks mit Quark. Nach dem Training oft einen Smoothie (Beerenmix mit Proteinpulver oder Banane). Ich hab auch LowCarb Käsekuchen oder Muffins gebacken. Da wurde Mandelmehl anstatt Weizenmehl verwendet.

Hast du gesündigt?

Olli: Ja. Wir wollen uns ja nicht knechten. Am Wochenende gibt es auch mal Brot, beim Brunch mit Freunden z.b. will ich nicht auf selbstgemachte Dinkelbrötchen oder einen riesen Haufen Rührei pochen. Auch muss ein Stück Kuchen drin sein wenn die Kollegen mal wieder einen ausgeben.

Maudi: Wer kann einem frisch gebackenem Brot widerstehen? Paar Chips oder auch mal Gummitiere. Aber alles seeeeeehr kontrolliert und maximal am Wochenende. Ich war da sehr hart zu mir.

Was hat es gebracht?

Olli: Ich muss sagen mir geht es mit dieser Ernährungsform sehr gut. Mein Gewicht stagniert zur Zeit auf 75kg. Das könnte sich bei der Erhöhung des Trainingsumfanges wieder ändern. Der Säure-Basenhaushalt hat durch die Smoothies ein sehr gutes Level erreicht. Ich habe über den Tag keinen Heißhunger, bin morgens wacher, schlafe nachts besser bzw. tiefer. Durch die Erhöhung der Kräuter und Gewürze gab es seit Dezember keine Erkältungserscheinungen.

Maudi: Fit wie ein Turnschuh. Ich konnte härter und schneller trainieren und das ohne Kohlenhydrate. Steigerung zum Vorjahr war da. In den ersten sechs Wochen habe ich pro Woche ein Kilo abgenommen. Ich verspürte keine Mittagsmüdigkeit, leichte Erkältungen blieben aber leider nicht aus. Weniger Hunger hatte ich über den Tag auch, bißchen gestört hat mich der erhöhte Fleischkonsum. Als mir das mit dem Gewicht zu wenig wurde, hab ich dann auch ein bißchen mehr Kohlenhydrate gegessen, so dass ich auf Geburtstagen auch mal zum Kuchen gegriffen habe, was ich die ersten acht Wochen nicht gemacht habe. Aber gerade die Tipps eine Woche bis eine Stunde vor dem Wettkampf hab ich beherzigt und bin einen Halbmarathon durchgefeuert und Bestzeit gelaufen, ohne irgendwelche Hunger- oder sonstigen Erscheinungen.

Was nimmst du für die Zukunft mit?

Olli: Neues Buch, neues Glück. Jede Lektüre bietet eine Vielzahl von positiven Ansätzen in den Ernährungswissenschaften. Jeder muss für sich entscheiden was ihm liegt, seiner Gesundheit am besten tut und natürlich am besten in den Alltag integrieren lässt.

Ich kann mir auf jeden Fall einige Aspekte mitnehmen. Gerade was die Zufuhr von Gewürzen, Kräutern, Gemüse und die Mahlzeitaufteilung angeht. Blieb normalerweise einiges auf der Strecke, kann man wieder daran arbeiten. Mit neuen Gewohnheiten (sei es nur jeden Monat eine) werden auch diese Themen bald zum gesunden Alltag gehören.

Maudi: Auf Weizen wird so weit es geht verzichtet. Ein dauerhafte Ernährung ist das für mich nicht, da ich ein Genussmensch bin. Sprich, wenn Kuchen auf dem Tisch steht, dann wird der genossen. Aber ich habe gemerkt das ich einige Sachen nicht brauche und habe mich auch mal an Lebensmittel rangetraut, die ich vorher nicht in Erwägung gezogen hätte, z.B. Avokado, Rote Beete oder verschiedene Beeren. Ich habe aber gerade an Ostern gemerkt, wo ich mich nicht an die Ernährung gehalten habe, wie schlecht es mir ging, wenn man sich mit Süßigkeiten und “schlechten” Kohlenhydraten vollstopft. Das ist echt übel. Gefühlt war ich fett und träge.

Was haltet Ihr von der low carb – competet high Methode? Was sind Eure Erfahrungen?

 

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