Triathlonfieber – Part 2 -Training Schwimmen

Veröffentlich am: 20. Januar 2015

In der Kategorie: Triathlon

Verfasser(in): Miele

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Weiter geht es in der Serie über unser Triathlonfieber.

Nach dem wir in Triathlonfieber – Part 1: Materialschlacht alles zusammen getragen haben, was alles für einen Triathlon benötigt wird, geht es nun weiter mit der wahrscheinlich furchteinflößendsten Disziplin für Anfänger: dem Schwimmen.

Doch um euch schon zu Beginn etwas Angst zu nehmen: Es ist immer die kürzeste Disziplin im Triathlon!

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Bevor ihr euch in dieses Abenteuer stürzt, solltet ihr wissen, dass jede Sportart, die ein Triathlon beinhaltet, mindestens 1x in der Woche trainiert werden sollte. Ihr merkt schon, es kann sehr zeitintensiv werden. Dafür lohnt sich der Zeitaufwand, denn dieser Sport ist sehr gesund – weil es eben nicht NUR eine Trainingsbelastung für euren Körper ist.

Doch lasst uns nun zum Schwimmen kommen. “Kraulen” ist die typische Schwimmart beim Triathlon. Wer mit dieser Schwimmart bisher noch nicht in Berührung gekommen ist, sollte diese unbedingt erlernen. Es lohnt sich, habt nur Mut! Um nur einige Vorteile zu nennen: Es ist die schnellste Schwimmart und ihr spart gegenüber einem Brustschwimmer eine Menge Kraft in den Beinen. Dieser Aspekt ist sehr wichtig, denn nach dem Schwimmen freuen sich die Oberschenkel umso mehr aufs Radfahren.

Für mich ist es jetzt genau ein Jahr her, wo ich meine ersten “Überlebens-Züge” im Wasser wagte. Es ist schon eine Körperkunst dieses “Kraulen”. Auch ich musste viiiiel Wasser schlucken, bevor ich mich überhaupt nur annähernd vorwärts bewegte. Klar kam da der Gedanke öfter mal, doch einfach beim Brustschwimmen zu bleiben. Da ich jedoch schon in der Schulzeit eine absolute Niete im Schwimmen war, hatte ich doch eigentlich nichts zu verlieren.

Gott sei Dank, gab es in unserer Truppe ja schon Olli und Micha, die sich da schon ganz gut auskannten. So bekam ich natürlich einige Tipps von den beiden und vebrachte meine ersten Abende mit Youtube Videos, welche mir zu weiteren interessanten Dingen über die Kraultechnik verhalf. Schön die Theorie, sieht doch gar nicht so kompliziert aus. Hoch motiviert ging Olli mit mir ins Schwimmbad. Er zeigte mir ein paar Übungen, die ich mal im Nichtschwimmerbecken versuchen sollte. Die liefen auch ganz gut. Aber jetzt will ich doch Kraulen lernen und nicht wie Superman im Wasser schweben. Ich konnte es gar nicht abwarten endlich zu Kraulen. Beim ersten heimlichen Test, küsste das Chlorwasser meine Luftröhre und schrie: “viel Spaß beim nächsten Versuch!!!”

Schnell musste ich schmerzhaft feststellen, dass es ein sehr langwieriger Prozess werden würde. Ich verstand langsam, dass man sich das Erlernen der Kraultechnik als eine Art Zusammenfügen mehrerer Puzzleteile vorstellen muss. Und genauso war es dann auch. Sobald ein Part funktionierte, wagt man sich an das nächste “Puzzleteil”. Am Ende kommt der schwierigste Part: das Verbinden aller Elemente.

Einigen von uns, auch mir, hatte es sehr geholfen einem Schwimmverein beizutreten. So hatten wir professionelle Trainer an unsere Seite und man lernte so auch gleich wieder neue verrückte TRI-nauten kennen. Man kann sich das Kraulen natürlich auch selber beibringen, wobei dieser Selbstversuch mit Sicherheit ziemlich schwierig sein wird. Zumal ihr euch jedes Mal allein wieder aufraffen müsstest, um in die Schwimmhalle oder zu einem See zu fahren. Bei einem Schwimmverein gibt es feste Wochentage und so ist das Training gleich fest in die Wochenplanung integriert. So hat uns diese zusätzliche Motivationsspritze uns das ein oder andere Mal mehr in die Schwimmhalle geschliffen. ;)

Mein Ziel habe ich erreicht, angefangen habe ich mit zwei Armzügen “Sonstewas” und viel Wassser in der Lunge. Durch das regelmäßige Training bin ich nun soweit in einer Sprint-Distanz ohne Panikattacken und Sauerstoffflasche die ca. 750m durch zu kraulen. Die Routine nimmt die Angst und irgendwann wird es für euch zu einem gewohnten Bewegungsablauf. Ihr könnt das auch packen!

Wir wünschen euch gutes Gelingen, Mut und eine kleine Portion Hartnäckigkeit!

In unserem nächsten Schwimm-Part, werden wir euch noch gezielt ein paar detaillierte Trainingstipps fürs Schwimmen geben.

Seit gespannt und bleibt am Ball! :)

Miele

12 Kommentare zu Triathlonfieber – Part 2 -Training Schwimmen

  1. Dass Kraulen weniger auf die Beine geht als Brustschwimmen, kann ich nicht bestätigen. Ich glaub ich mach da was falsch… Kannst du YouTube Videos empfehlen, die dir da am besten geholfen haben?
    Liebe Grüße
    Julia

    • Avatar Din sagt:

      Hi Julia,

      also beim Triathlon solltest du deine Beine so gut es geht beim Schwimmen schonen. Es folgt ja noch einiges. Ich kann dir wirklich aus eigener Erfahrung nur einen Workshop ans Herz legen. Meiner steht auch wieder diesen Monat an und ich bin schon sehr gespannt.

    • Miele Miele sagt:

      Hi Julia, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich kann dir die Videos von der “Triathlonszene” sehr empfehlen. Schau mal hier ist ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=NYEbe2WV6C4. Die Videos sind wirklich gut aufbereitet und es gibt verdammt viele Tricks wie man sich selbst bei seiner Technik kontrollieren kann. Schau es dir einfach mal an. ;) Wenn ich etwas Zeit finde, erwische ich mich heute noch wie ich nach “Lernvideos” google. Wie Din auch schon schrieb, würde ich dir trotzdem auch empfehlen, dass du auch mal einen Profi rüberschauen lassen solltest, damit du gleich am Anfang erfährst, ob du auf dem richtigen Weg bist. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem weiteren Vorhaben und hoffe, dass du das Kraulen nicht aufgibst! ;)

      • Danke Miele für den Link :) Nachdem ich mir jetzt ausführlich ein paar der Videos studiert habe, habe ich mich gestern wieder ans Kraulen gewagt. Hat super funktioniert! Fehlt nur noch der Profi an meiner Seite und dann kann ja nichts mehr schief gehen. Also vielen lieben Dank nochmal =)

  2. Avatar Din sagt:

    Ein schöner Beitrag, Miele.

    Neulich habe ich auch wieder mit einigen Läufern gesprochen, die Angst vor dem Schwimmen haben und sich deshalb nicht trauen, am Triathlon teilzunehmen. Selbst mit Brustschwimmen kann man einen Tri super absolvieren. Ich kann auch nur jedem Mut machen, es einfach zu probieren. Es gibt so viele schöne kleine Veranstaltungen, bei denen man ganz ohne Druck ohne viel Schwimmkönnen entspannt mitmachen kann.

    • Miele Miele sagt:

      Lieben Dank, für deine Anmerkungen Din! Es ist wirklich verblüffend, dass fast jeder Anfänger mit der gleichen Disziplin “rumängstelt”. Aber es macht auch wahnsinnigen Spaß, wenn man dann das Feld von hinten immer weiter “aufrollt”, weil die nächsten Disziplinen einfach besser laufen :)

  3. Avatar Sam Müller sagt:

    Danke Miele,
    im Sommer steht mein erster (Volks-) triathlon an und ich habe NATÜRLICH vor dem Schwimmen den meisten Respekt. Jeden Freitag habe ich einen Schwimmkurs, um Kraulen zu lernen, aber das Ausatmen unter Wasser und die Koordination des Ganzen fordert echt Kraft. Im Sommer werde ich wohl noch Brust schwimmen…da werde ich keine 750 Meter Kraulen können. Aber ich möchte langfristig das Kraulen auch als Ausgleichs- oder Ergänzungsssport zum Laufen etablieren.
    DANKE, dass Du mir mit dem Artikel Mut gemacht hast!
    Ich schaffe das..:CHAKKA

    • Miele Miele sagt:

      Hi Sam, lieben Dank für dein motivierendes Kommentar ;) Hehe…jetzt motivieren wir uns gegenseitig! Ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlen musst. Es ist gerade mal genau ein Jahr her und ich duchlebte die gleiche Zeit wie du. Ich finde es auch großartig unter Leute beim Schwimmen zu sein! Und es ist absolut keine Schande, wenn du bei deinem Debüt Brust schwimmst…das sehe ich genauso wie Chris! Ich habe sogar schon gehört, dass manche Anfänger einen Mix aus beiden machen. Das wichtigste ist, dass du dich wohl fühlst! Es soll ja schließlich Spaß machen! Und vor allem sollst du ja immer wieder gerne an diesen einen Tag zurückdenken ;) Wie ich gesehen habe startest du auch beim Volkstri an der Krummen Lanke?! Ich hoffe wir sehen uns dort und können vielleicht etwas plauschen?!

      • Avatar 19Gemelos98 sagt:

        … mein Sohn (fast 17 im Juli) wird dort auch sein Debüt geben…bin mal gespannt, ob er sich zum Training aufraffen wird oder auf die Kraft der Jugend vertraut.
        Klar würde ich Dich gerne an der Krummen Lanke treffen.
        Du erkennst mich daran, dass ich Brust schwimme….Aber ich übe jede Woche und frage mich, warum ich mich so dusselig anstelle. Aber ich WILL dsa einfach lernen. In der Vorbereitung werde ich einfach beide Disziplinen üben.
        5 km laufen und 18 km Rad Fahren schaffe ich dann schon.

        Freue mich auf Euch

        • Miele Miele sagt:

          wir freuen uns auch auf dich und natürlich deinen Sohn! ;)
          wie cool das ist: ein Doppel-Debüt….großartig!!! achja…mich erkennst du an unseren unauffälligen shirts ;)

  4. Chris Chris sagt:

    Auch Brustschwimmen ist keine Schande, ich mache das noch immer, hab meine erste Olympische Distanz (1500m) durch “gebrustet” war immernoch schneller als einige Krauler! Wird schon alles gut gehen! Genießen muss im Vordergrund stehen! Wo startest du?

  5. Bin Triathlet und versuche nun schon seit elf Jahren mehr schlecht als recht das Kraulen zu lernen, auch mit div. Schwimmtrainern. Brust erlernte ich als Kind, da fühle ich mich wohl und bin auch flott unterwegs, immer noch eine Spur schneller als Kraul. Problem ist mit Neo-Anzug, der den Brustarmzug eher behindert.

    Habe mit einem Kollegen im Tri-Verein darüber diskutiert, ob ich überhaupt auf Brust statt Kraul umstellen sollte, er riet ab, weil “man sich sonst mit Laktat für die folgenden Disziplinen abschießen” würde.

    Dieses Wochenende habe ich an einer Olymp. Distanz teilgenommen, (unverständlicherweise) Neo-Verbot trotz eiskalten Wassers, ich konnte kaum atmen, stellte daher auf Brust um, und absolvierte das Schwimmen in unter 30 Minuten, schneller als jemals zuvor kraulend ohne Neo (wobei das vmtl. nicht ganz 1.5km waren).
    Danach folgten, gemessen am Prozent-Rückstand auf den Rad-Besten und an der Platzierung im Radsplit, die schnellsten 40km meiner Karriere und die beste 10km-Zeit, die ich auf einer OD jemals gelaufen bin, und weit und breit keine Probleme mit dem Laktat.

    Also: Aufgrund dieses – anfangs unfreiwilligen – “Selbstversuchs” unter Wettkampfbedingungen bin ich verleitet zu behaupten:
    Wenn ihr gute Brustschwimmer seid und Probleme mit dem Erlernen der Kraul-Technik habt, versucht nicht krampfhaft auf 100% Kraulen umzustellen, sondern seht in dieser vermeintlichen Schwäche eine Stärke !

    Grüße,
    Wolfgang

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