Asics Gel FujiEndurance – Ein Trailmonster

Veröffentlich am: 16. Oktober 2016

In der Kategorie: Testberichte_Schuhe

Verfasser(in): Chris

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Das ich Laufschuhe ja sehr sehr gerne habe, ist kein Geheimnis. Da ich ja ein Allrounder sowohl bei uns Flitzpiepen, als auch bei den ASICS Frontrunnern bin (also nichts wirklich schnell aber irgendwie überall zuhause) hab ich nach genau so einem Trailschuh gesucht. Nach kurzer Rücksprache mit den Frontrunnerkollegen kamen wir auf den Asics Gel-FujiEndurance. Hey wenn der Schuh schon Ausdauer heisst, ist das doch bestimmt ein gutes Zeichen, oder?

Fakten:

  • Neutralschuh
  • 350 g Gewicht
  • 8 mm Sprengung
  • PlasmaGuard Technologie
  • Rock Protection Plate
  • gefühlt noch 20 andere Technologien, auf die ich im Test aber näher eingehe

Praxis:

Was ist wichtig bei einem Trailschuh? Abgesehen von sicherem Halt im Gelände, will man die Zehen geschützt haben, wenn man mal eine Wurzel oder einen Stein von vorn erwischt und nasse Füsse bei Pfützen oder leichtem Regen sind auch nicht so toll.


Hier spielt der Schuh alle Trümpfe aus. Eine feste Zehenkappe und eine extra Schutzschicht in der Mittelsohle  (die sog. Rock Protection Plate) verhindern, dass der Lauf bei spitzen Steinen oder Wurzeln ein frühes Ende nimmt. Das funktioniert im Gelände auch wirklich gut, da ich gerade bei längeren Läufen irgendwann die Füße nicht mehr genug hebe und ich so regelmäßig mal gegen eine Wurzel haue. Des Weiteren sind bei der Schnürung noch zwei extra Bänder über dem Spann eingearbeitet, der dem Fuss zusätzlichen Halt verleiht. Die Schnürsenkel verschwinden in der eingearbeiteten Lasche oben an der Zunge des Schuhs. Das kennt man schon von einigen anderen Herstellern und auch Asics integriert dies schon bei vielen Schuhen. Für mich gehört die Lasche an JEDEN Schuh. Warum müssen die auch am Schuh hin und her baumeln? Einfach und sauber verstaut, stören sie null!
Was mir bei dem Schuh schon beim ersten Reinschlüpfen auffiel, ist dass er extrem weich am Fuss wirkt. Die Gel-Technolgie in Verbindung mit ComforDry X-40-Einlegesohle sowie eine Solyte-Mittelsohle dämpfen zumindest für mich den Fuss sehr gut.


Der Härtetest war der Ultra Trail Lamer Winkel. Da ich den Schuh leider erst 5 Tage vor dem Event bekam und diese natürlich krankheitsbedingt total flachlag, musste ich den Schuh beim Rennen selbst testen. Früher sagte man ja immer, der Schuh (egal welcher) muss erstmal dutzende Kilometer eingelaufen werden. Die Zeiten sind aber längst vorbei. Die Schuhe sind so weit entwickelt, das man die wenigsten noch einlaufen muss. Viele “ultra leicht” Schuhe sind sogar nach wenigen 100km schon durchgelaufen! Hier lief das “Einlaufen” auch spitze. Die 5h liefen sich einfach toll. Die Füße wurden im Gegensatz zum Körper nicht Müde. Das sehr anspruchsvolle und verwurzelte Terrain am Lamen Winkel, hätte mir sicher den einen oder anderen Zeh angeschlagen und bei den Kletterpartien auf den Felsen Probleme bereitet. Da war aber alles zum Glück kein Thema.
Wieder in Berlin und den heimischen Wäldern angekommen, packe ich den Schuh jedes mal aus, wenn es regnet oder der Boden schon aufgeweicht und nass ist. Die “PlasmaGuard” Technologie sorgt Gore-Tex ähnlich für permanent trockene Füße. Lotuseffekt ähnlich perlt das Wasser am Schuh auch bei stärkerem Regen ab und nichts kam durch. Wer natürlich durch knöcheltiefe Bäche oder tiefe Pfützen läuft, bekommt das Wasser logischerweise von oben in den Schuh.

Wichtig bei Trailschuhen ist das Profil. Es sieht auf den ersten Blick weniger griffig aus, als vergleichsweise der Fuji-Runnagate 2, ist aber trotzdem sehr griffig. Erst bei richtig glatter, schlammiger Piste ist Schluss. Alles andere meistert er gekonnt. Eben ein sehr guter Allrounder.
So genug gelobt, jetzt kommt die harte Kritik! Der Schuh wiegt satte 350g. Das mag sich im Vergleich zu anderen Laufschuhen zwar schwer anhören, fühlt sich aber am Fuss nicht so an. Für Läufer wie mich, die selbst minimal über der Idealgewichtsnorm liegen, ist es denk ich egal ob der Schuh 300g, 200g oder 250g wiegt. Er darf nur nicht wie eine Last am Fuss wirken und das tut er gar nicht! Ausserdem ist der Flammenschweif an der  Seite nicht so ganz meins, aber die Japaner haben es so designt und wenn es nicht gerade wie bei mir Schuhgröße EU49 ist, wirkt es auch nicht so riesig.

Übrigens gibts den Schuh neu in Yellow/Black (was voll und ganz meine Farbkombi ist). Der UVP mit 179,-€ ist noch ne Marke, wo man schon sagt: Holla die Trailfee, aber auch hier findet man beim googlen schon sehr gute Preise!
Ihr merkt, ich tue mich schwer negatives zu finden, weil es wirklich wenig gibt, was ich kritisierten kann. Ich denke für den Durchschnittsläufer ein super Schuh ohne wenn und aber! Für die schnellen Raketen, die lieber mit einem leichten spritzigen Schuh unterwegs sind, würde ich davon aber abraten.

Hinweis in eigener Sache:

Die Testschuhe wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies nimmt keinen Einfluss auf unseren Test und das Ergebnis. Alle Texte sind frei formuliert und spiegeln unsere (subjektiven) Eindrücke wieder.

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4 Kommentare zu Asics Gel FujiEndurance – Ein Trailmonster

  1. Avatar Yilmaz sagt:

    Ich hab sie mir bei ebay für 159 Euros in gelb schwarz geholt, und bis jetzt bin ich sehr sehr zufrieden! Tolle Laufschuhe, nur zu empfehlen!

  2. Naja, wie ein Monster sehen sie nicht aus, da kommen manche Salomon-Modell weitaus bulliger daher. Falls sich das Monster auf die (gute) Wertigkeit des Schuhs bezieht, geht alles klar. Sport Frei!

    • Chris Chris sagt:

      kann wirklich nicht viel negatives entdecken, Monster ist einfach auf die “monströse” Erscheinung auch mit der Flamme gemeint und das er generell mehr für die größeren und kräfigeren Läufer ist! Tolles gesamtpaket!

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