Nike // We Own The Night BERLIN – Wir unter 6.000 Mädels

Veröffentlich am: 6. Juni 2014

In der Kategorie: Laufen

Verfasser(in): Nina

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Am vergangenen Freitag stand für unsere Mädels der Nike Womens Night Run “We own the night” an. Der von Nike initiierte Frauenlauf fand vergangenes Jahr das erste Mal in Berlin statt. Nachdem einige von uns bereits im letzten Jahr daran teilgenommen und hauptsächlich positive Erinnerungen hatten, stand  für uns schnell fest: Wir machen auch dieses Jahr wieder mit! Die “We own the Night (#WOTN)-Läufe finden inzwischen europaweit statt. Vor ein paar Wochen war es in London soweit, zeitgleich mit uns startete Mailand und am nächsten Wochenende fällt auch in Amsterdam und Paris der Startschuss.

In Deutschland machte Nike über seinen “Club der Töchter” (ein Bericht über diesen folgt ein wenig später) sehr viel Werbung für diesen Lauf, sei es über Facebook, spezielle Lauftreffs oder Pre-Events – die Veranstaltung wurde nahezu gehypt! Dennoch war dieses Jahr alles anders: nicht nur die Strecke und das  Teilnehmershirt, sondern auch die Teilnehmerzahl. Insgesamt mehr als 6.000 Läuferinnen (Vorjahr 2.500) begaben sich zum Start in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Weitestgehend über Kopfsteinpflaster und Brücken zogen sich die 10km durch Berlin Prenzlauer Berg und Pankow.

Strecke_ok

Mit dabei waren Christiane, Nicole, Jules, Lenchen und Nina. Miele musste leider immer noch verletzungsbedingt aussetzen und sich schonen. Am Start/Ziel feuerte sie uns aber zusammen mit Olli und Chris an.

Nachdem wir beim Betreten des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks schon den Start-/ Zielbereich bestaunen konnten, ging es für uns in das “Herzstück” der Veranstaltung: das sogenannte “Race Village”. Hier fanden wir die Garderoben, Toiletten, einige Essensstände und auch einen kleinen Nike-Store. Außerdem trafen wir auf Jules, die mit einer Freundin zusammen lief und keine großen Erwartungen hatte, sowie auf Nadin von Eiswürfel im Schuh. Nach einigen Gruppenfotos und einer gefühlten Ewigkeit in der Toilettenschlange ging es für uns in den Startblock. Chrissi machte sich im Race Village noch auf die Suche nach Lenchen und zwei gemeinsamen Freundinnen, was leider bei den Massen an türkisen Shirts unmöglich war.

Der Startbereich wurde – wie bei vielen Läufen üblich – in verschiedene Zielzeiten eingeteilt. So konnte man wählen zwischen <50, <60, <70 sowie >70 Minuten. Nicole, Nadin und Chrissi reihten sich in den vergleichsweise “luftigen”  1. Startblock ein. Nina, Sarah, Ela, Lenchen, Melanie und Julia gingen in den bald völlig überfüllten 2. Block. Jules und Caro versuchten es aus dem <70-Bereich. Kaum im Startblock angekommen merkten wir sofort warum wir Frauenläufen eher skeptisch gegenüber stehen: Nike Master-Trainerin Nina startete ein gemeinsames Warm-Up für alle Läuferinnen. Die meisten unserer Mädels starten lieber “kalt” oder mit dem Lauf-ABC als warm-up und so amüsierten wir uns in unseren Grüppchen jeweils über zig Tausend hüpfende Hühner ;)

Um Punkt 21Uhr fiel der Startschuss für das Türkis/Lila Spektakel – GO!

Wie wir den Nike WOTN-run empfanden, könnt ihr hier lesen:


Nina:

Für mich war es der erste Nike WOTN-Lauf und auch der erste Abendlauf überhaupt. Leider (ohje, wieder ein Wehwehchen ;) ) musste ich mit schmerzendem Fuß antreten und hatte die Hoffnung auf meine PB schon aufgegeben. Aber zwei Voltaren-Schmerzgel-Kuren sollten erstmal reichen…

Im Jahn-Sportpark angekommen sah man nur noch Mädels mit dem von Nike im Race Pack mitgelieferten Laufshirt. Da es hieß, man dürfe nicht mit einem anderen Shirt starten, konnten wir uns farblich dieses Mal nicht von den anderen abheben. Ich reihte mich in den Startblock mit einer angepeilten Zielzeit von <60 Minuten ein und musste feststellen, dass sich die meisten Mädchen auch dort reinquetschten. Leider war es wirklich ein reines Gequetsche und Gedränge. Um 21Uhr fiel dann der Startschuss, aus meinem Startblock brauchte ich ca. 3 Minuten um die Startmatte zu übertreten und danach brauchte ich ca. 3 km, um überhaupt irgendwie meinen Fuß so setzen zu können, wie ich ihn gewöhnlich zum Laufen setze. Viel zu voll… mal wieder :( Das erinnerte mich an den AVON Frauenlauf. Enges Gedränge, abruptes stoppen, Zickzack-laufen, ausweichen durch die Büsche usw. Irgendwann konnte ich mich dann durch Schlupflöcher doch noch richtig bewegen und wie gewohnt laufen. Insgesamt hat der Lauf Spaß gemacht und Jaaaa, ich habe PB geschafft! :D Trotz der riesigen Teilnehmeranzahl, Kopfsteinpflaster und ungewohnten Steigungen kam ich mit 00:59:28 min ins Ziel! YEAH!

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Ich lief zum ersten Mal mit meinen neuen Nike Zoom Structure +17 im Wettkampf, nachdem sich diese beim Testlauf zuvor prima machten. Im Vergleich zum Mazda IGA-Lauf letzte Woche fühlte ich mich, abgesehen vom schmerzenden Fuß, auch körperlich wesentlich besser. Keine Atemnot und keine Kreislaufprobleme. Meine Durchschnittsfrequenz lag bei 177bpm und meine Maximalfrequenz bei 188bpm.

Nach der eher bescheidenen Erfahrung beim AVON Frauenlauf und nun beim WOTN weiß ich nicht, ob ich mir einen reinen Frauenlauf noch mal antun muss. Sicherlich werde ich mitziehen, wenn meine Laufmädels dabei sind, aber mir haben gemischte Läufe doch besser gefallen, weil einfach dieses Mädchen-tamtam drum herum nicht so im Vordergrund steht, sondern der Sport! :-)


Christiane:

Nachdem ich bereits im letzten Jahr zusammen mit Miele und Jules bei “We own the Night” mitgemacht hatte, war mir schon bei der Anmeldung im Januar klar, dass das kein “normaler” Straßenlauf durch Berlin werden würde. Es würde eher ein “Lauf-Event” werden, bei dem es nicht um die Bestzeit sondern viel mehr um Spaß am Laufen geht.  Schnell wurde klar, dass dies nicht nur ein Lauf für bereits aktive Läuferinnen sein soll, sondern auch bisher eher weniger Frauen zum Laufen zu bewegen und sich an die 10 km heran zu wagen. Im Club der Töchter wurde viel über diesen Lauf gepostet, immer mehr Freundinnen meldeten sich an und meine Vorfreude stieg zunehmend.

Dann war es endlich soweit: Als wir um ca. halb acht das Gelände des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks betraten, sahen wir nur noch türkis. Laut Startunterlagen mussten alle Teilnehmerinnen das Event-Shirt tragen, welches übrigens in allen 5 Städten gleich ist. Es war schon ein beeindruckendes Bild alle Mädels in türkis zu sehen und marketingtechnisch wirklich schlau von Nike :-) Meiner Meinung nach gab es allerdings zwei wesentliche Nachteile: Für die Zuschauer war es fast unmöglich, die einzelnen Läuferinnen beim Vorbeirennen zu erkennen und auch für uns Mädels war es wirklich schwer, sich im Race Village oder im Startblock zu finden. So habe ich auch leider Lenchen sowie Melanie und Julia von unserem kleinen “Club der Töchter”- Laufgruppe verfehlt. :-(

Das Race Village selbst war ganz nett, aber leider auch nicht für die Massen an Mädels ausgerichtet. An den Garderoben ging es recht fix, überall anders musste man leider stundenlang anstehen. Auch der Gang in die Startblöcke war mehr Geschiebe als alles andere. Auch wenn wir nicht auf Zeit laufen wollten, haben Nadin, Nicole und ich uns ans Ende des ersten Startblockes eingereiht. Durch die Erfahrung im letzten Jahr wussten wir, wieviele Mädels sich in die falschen Startblöcke einreihen und nach dem Start eigentlich nur im Weg sind. Nach 10 Minütigen Warm-up ging es nun endlich los. Bei tollen Lichteffekten ging es in Richtung Mauerpark. Leider hatten wir selbst von unserer Startposition noch jede Menge deutlich langsamere Mädels vor uns, die in zweier- oder dreier Grüppchen den, ohnehin schon sehr engen, Weg versperrten. Nach dem ersten Kilometer hatten wir jedoch alle überwunden und konnten unser Tempo laufen. Nadin, die gesundheitlich noch angeschlagen war und sich für Ihren Wettbewerb am darauffolgenden Wochenende schonen wollte, war so toll und spielte den Hasen für mich. Sie wich mir die gesamten 10 Km nicht von der Seite und ermutigte mich immer wieder, mein kleines Ziel unter 50 Minuten anzukommen, zu schaffen. Die ersten 5 km ging es auch ganz gut, aber ab der zweiten Hälfte hatte ich ordentlich mit meiner Lunge zu tun. Gerade den letzten Kilometer hätte ich niemals ohne Nadin geschafft! Auch an dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an dich!!

Die Effekte an der Strecke, die über die Bornholmer Brücke, den Mauerweg entlang in Richtung Pankow und wieder zurück führte, waren wirklich schön. Immer wieder gab es Punkte an denen es Lichteffekte und Musik gab. Die Strecke selbst war doch relativ anspruchsvoll. Es ging viel über Kopfsteinpflaster und auch die Steigungen waren nicht ohne. Gerade die letzte Steigung um ins Stadion zu kommen, war wirklich hart. Die Stimmung war während der ganzen Strecke wirklich gut, gerade der Abschnitt bei Kilometer 6,5 als wir auf die Mädels gestossen sind die bei Kilometer 3 waren, hat wirklich Spaß gemacht.

Im Gegensatz zu Nina und den meisten Mädels hatten wir wirklich Glück. Wie ich schon geschrieben habe, war es bei uns nur auf dem ersten Kilometer relativ voll. Danach hatten wir immer genügend Platz, an der Wasserstelle gab es mehr als genügend vorbereitete Becher und nach dem Zieleinlauf konnten wir ohne Probleme ins Race Village. Dort bekamen wir sofort die wirklich schönen “We own the Night”-Ketten und Getränke. Als wir jedoch wieder zum Zielbereich zurück kehrten, merkten wir sofort wie es im Sekundentakt immer voller und überfüllter wurde. Es war wirklich schon beängstigend, zu sehen wie die Mädels über die Zäune kletterten und die “Ordner” sichtlich überfordert waren. Da ich mich bei so großen Ansammlungen sowieso nicht so wohl fühle, hatten wir schnell beschlossen, das im Anschluss stattfindende Konzert von Miss Platnum nicht mehr zu besuchen. Die Stimmung dort soll aber wieder sehr gut gewesen sein.

Alles in allem war es ein schöner Lauf, der gerade mir viel Spaß gemacht hat. Für das nächste Mal würde ich mir wünschen, dass Nike die Organisation, das Race Village und auch Start-/Zielbereich so verbessert, dass sich alle Teilnehmerinnen wohlfühlen und das Event geniessen können. Vielleicht findet sich ja auch eine etwas flachere Strecke, bei der die Anfängerinnen nicht mit solchen Steigungen und Kopfsteinpflaster zu kämpfen haben. Ich bin im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder dabei!

 

EISWUERFELIMSCHUH - NIKE We Own The Night Berlin 2014 - Finish(1)

Nadin und Chrissi gemeinsam im Ziel ©Eiswürfel im Schuh

Christiane Ergebnisse

 

 


Weitere Eindrücke vom Veranstaltungsort am Jahn-Sportpark:


Kritik an die Organisation von Nike: Neben fehlenden Toiletten vor Ort (ca. 40 Minuten anstehen!),  hätte es dringend versetzte Startzeiten geben müssen, so dass die Traube der <60min/70-Mädels zügiger zum Lauf kommt und sich nicht gegenseitig aufhält, weil einfach zu voll! Zudem war die Trinkstation nach Kilometer 5 nicht vorbereitet! Alle Läuferinnen mussten warten, bis die kleinen Becher mit Wasser gefüllt wurden. Schade, weil das Zeit kostet. Zudem fehlte – und das war mit Abstand der größte Fauxpas – eine Getränkestation am Ziel! Man musste als Läufer durch das ca. 3m breite Tor zur Wiese um an eine Flasche Wasser und seine Teilnehmerkette zu kommen. Bei über 6.000 durstigen und geschafften Mädels kann man sich vielleicht vorstellen, dass dort relativ schnell Loveparade-ähnliche Zustände waren…

Lob an Nike: SUPER RACE PACK! Alleine dafür hat es sich schon gelohnt! Das Shirt, der Beutel, die Kosmetik von nyx – einfach klasse! :)

race pack

Wir hoffen, dass sich Nike der Kritik vieler Teilnehmerinnen annimmt und für´s nächste Jahr besser plant und organisiert.

 

EISWUERFELIMSCHUH - NIKE We Own The Night Berlin 2014 - Group(1)

Finisher/Unterstützergruppenbild ©Eiswürfel im Schuh

 

Eure Nina und Christiane

2 Kommentare zu Nike // We Own The Night BERLIN – Wir unter 6.000 Mädels

  1. Avatar Joshly sagt:

    Schoener Bericht und tolle Bilder gibts bei euch immer. Glueckwunsch zu den Bestzeiten.

  2. Avatar Din sagt:

    Glückwunsch auch hier zu den tollen Zeiten. Ein wirklich schöner Abend und ein toller Bericht von euch.

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