Marathon in New York ? Klar mit New Balance und ohne Training geht alles…

Veröffentlich am: 18. Oktober 2017

In der Kategorie: Laufen

Verfasser(in): Chris

Schlagworte: , , , , ,

Ich habe ja immer gern die Runners World gelesen, aber das lasse ich jetzt erst mal eine Weile!

Ab und an sind da ja ganz tolle Artikel zu finden. Starke Interviews und vieles Interessantes.
Ab und an aber auch ganz schöner Mist (ja wir reden noch vom Magazin und nicht von unserem Blog 😀 )

Aktuell geht es um dieses Interview:
Runners World Interview mit Instagram Star Jan Körber

-Wenn ich schon Instagram Star lese-

Wer von uns LĂ€ufern trĂ€umt nicht davon einmal den New York Marathon zu laufen. FĂŒr sehr viele wird es immer ein Traum bleiben, sei es weil man keinen Startplatz zugelost bekommt oder weil es einfach unbezahlbar ist.

Mit dem neuen Hauptsponsor New Balance, versucht die Marke hier in Deutschland (und wahrscheinlich weltweit) noch ein bisschen extra Werbung fĂŒr diesen Marathon zu produzieren. Warum auch immer, fĂŒr mich ist es sowieso einer DER Marathons ĂŒberhaupt.

Alternativ zum Losverfahren kann man aber auch GlĂŒck haben und Influencer sein. Nein, nicht die Grippe, sondern dieser neue schöne Begriff, wenn man z.B. ĂŒber Instagram, Youtube oder Facebook viele oder besser sehr viele Leute hat, die sich angucken, was man den ganzen Tag so macht.

Warum gerade Jan Körber fĂŒr den New York Marathon ausgewĂ€hlt wurde und dann noch so ein Interview geben kann, wird sicher ein Geheimnis bleiben. Ausser das er ĂŒber 67K Follower auf Instagram hat, hat er mit laufen nicht viel zu tun.

Jan Körber: “Wenn ich ganz kurz etwas ausholen darf – ich war nie ein passionierter LĂ€ufer, da bin ich ehrlich. Ich hatte nie das GefĂŒhl, mich beim Laufen völlig frei zu fĂŒhlen, all meine Sorgen zu vergessen oder mal richtig abschalten zu können. Laufen war fĂŒr mich eigentlich eher ein Mittel zum Zweck. Eher lĂ€stig und langweilig. “

Hey, warum sollte man auch jemand mit dem New York Marathon einen Traum erfĂŒllen, der LĂ€ufer ist und der dafĂŒr brennt?

Mein Lieblingssatz in dem Interview dazu: “Wie bereits erwĂ€hnt bin ich kein klassischer LĂ€ufer. Mein Körper ist eine solche Belastung noch nicht ĂŒber Jahre gewohnt. Wenn die Muskeln nach 30 bis 40 Kilometer zu machen, das wĂ€re schon sehr ekelhaft. Aber wird nicht passieren 😉. “

Ein Schlag ins Gesicht fĂŒr jeden LĂ€ufer, der das Ansatzweise zumindest mit der Ernsthaftigkeit betreibt, die man einem Marathon geschuldet sein sollte!

Mehr zitiere ich hier lieber nicht…

Diese Aktion ist sowohl von New Balance, als auch von Runners World ein Witz, dazu noch ein sehr schlechter.

Wer gibt denn bitte solche Interviews auch noch frei ???

New Balance, da hĂ€ttet ihr lieber irgendeinen LĂ€ufer ( wenigstens einen LĂ€ufer ) dahin schicken können oder das Interview wenigstens einen Laufbegeisterten geben lassen. Wenn er wenigstens so getan hĂ€tte als ob…

Was haltet ihr von der Aktion von New Balance? Nach dem Motto: Lieber schlechte PR als gar keine oder voll daneben?

Ich trĂ€ume und spare dann mal weiter, um irgendwann mir den Traum mal erfĂŒllen zu können…

23 Kommentare zu Marathon in New York ? Klar mit New Balance und ohne Training geht alles…

  1. Ich weiß nicht, ob ich zu empfindlich bin, ob es gekrĂ€nkte Eitelkeit ist (WARUM DER UND NICHT ICH??) oder vielleicht auch Angst, dass einfach jemand in “unser Revier” eindringt. Mir (Isa) blutet wirklich schon lange deshalb das Herz und ich werde einfach nicht fertig drĂŒber. Dieses Interview ist fĂŒr mich einfach das TĂŒpfelchen auf dem i. Ich dachte, RW sei ein Magazin von LĂ€ufern fĂŒr LĂ€ufer. Der Chefredakteur lĂ€uft seit Jahren Marathon auf richtig gutem Niveau. Weiß also, dass Laufen auch harte Arbeit ist. Und dann geben die jemanden eine BĂŒhne, der a) erst 6 Wochen vorher mit dem Training startet (es ist mir egal, warum; es ist einfach unvernĂŒnftig, vor allem, wenn man – bis auf 2 HM – keine Erfahrung vorweisen kann!) und b) selbst sagt, er lĂ€uft nicht gerne. Ich frage mich einfach, ob NB außer Sarah (Pappusch) sonst wirklich keine anderen LÄUFER auftreiben konnte…

    • Chris Chris sagt:

      Unterschreibe ich dir voll!
      Warum haben sie Sarah da zu Wort kommen lassen, versteh ich auch nicht! Ihr gönne ich das im Vergleich auch voll und ganz!
      Weiss auch nicht was das alles soll. Kann auch nicht verstehen, wie man so LaufanfÀngern sowohl im Magazin als auch via Instagram vermitteln kann: Ach Marathon, machste auf einer Arschbacke, training brauchst du nicht, Muskeln und Sehnen machen das schon mit links, man ist ja jung und der körper von hause aus belastbar

  2. eattraincare sagt:

    Sowas lĂ€sst einen einfach nur den Kopf schĂŒtteln, auf die Tischkante hauen und rythmisch einmassieren.

    Aber das ist ein viel beobachtetes PhĂ€nomen, nicht nur im Laufsport. Auch andernorts (andern”themen”orts^^) werden lieber Personen mir vielen Followern als AushĂ€ngeschild hergenommen, anstatt Personen, die wirklich fĂŒr die Sache brennen, Ahnung davon haben und mit Leidenschaft dabei sind – und das nicht erst seit 6 Wochen. FĂŒr viele Firmen scheint dann doch die QuantitĂ€t ĂŒber die QualitĂ€t zu gehen, Marketing und Reichweite sind wichtiger als AuthentizitĂ€t und GlaubwĂŒrdigkeit… Schade, aber inwischen wohl eher Regel als Ausnahme.

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Sarah

    • Terry sagt:

      Es gibt drei Arten von Influencern, die einen die Wahren die fĂŒr das was Sie machen brennen und als resultat eine hohe Follower zahl bekommen. Dann die die alles machen egal wie und was hauptsache die bekommen was (werbung hier, gewinspile da und reißen umsonst um die welt). und dann gibts die ganz falschen. die sich alles mit ein paar kleinen euros erkaufen. #fakedfollower

      das schlimme ist das die großen Firmen alle darauf hereinfallen!

    • chris sagt:

      Hey Sarah, ja leider ist das immer mehr der Status quo;( aber ich find trotzdem dass das hier nen eigenes Level ist! Hauptsache nen hohen Multiplikator, egal ob das authentisch ist oder nicht;(

  3. Terry sagt:

    Du könntest ja selbst weniger bis gar nicht mehr trainieren, dir eine gute Kamera kaufen und selbst influencer werden. Dazu einfach tÀglich Fotos machen und es teilen. Falls das nicht klappen sollte und du nicht stetig wÀchst, kauf dir einfach Follower das geht immer und zack hast du deine eigenen change erhebliuch erhöht!

  4. Running Rob sagt:

    Ich finde es eine Sauerei, einen Schlag ins Gesicht fĂŒr jede/n, die/der an eine solche Aufgabe mit dem gebĂŒhrenden Respekt begegnet. ZusĂ€tzlich wird das Marathonlaufen total verharmlost. Als könnte das jeder eben mal so machen und es wĂ€re so einfach, wie eine TĂŒte Brötchen im Rewe zu kaufen. Als brĂ€uchte man kein oder kaum Training. Als könnte jeder mit einem Paar Laufschuhe im Schrank sich an die Startlinie stellen. Marathonlaufen ist damit wohl endgĂŒltig im Mainstream angekommen. Es ist einfach respektlos all denjenigen gegenĂŒber, die sich wochen-, monate- oder manchmal sogar jahrelang auf diese Herausforderung vorbereiten. Vom Umstand NYC will ich gar nicht erst anfangen. Ich kenne Leute, die wĂŒrden ohne zu zögern ihre Laufschuhe hergeben und den Marathon barfuß laufen, um einen Startplatz in New York zu bekommen. Aber die haben halt keine 67tausend Follower auf Instagram.
    Ich meine, Jan und Louisa aka TISFKAFT – The Instagram-Stars formerly known as Fit Trio sind echt nette, umgĂ€ngliche Typen. Und ich glaube Jan sogar, dass er da Bock drauf hat, das relativ locker sieht und sich damit nicht verrĂŒckt macht. Auch, dass er insgesamt sportlich die Voraussetzungen hat, den halbwegs passabel zu absolvieren. Es sendet aber trotzdem die falschen Signale in die LĂ€uferwelt – sowohl an die AnfĂ€nger-Fraktion als eben wie schon erwĂ€hnt an die “erfahrerenen Hasen”. Vielleicht gibt es von RW dann im FrĂŒhjahr nicht nur noch 16- oder 12-Wochen Marathon-PlĂ€ne, sondern auch noch 5-Wochen PlĂ€ne fĂŒr die Marathon auf der Bucket-List LĂ€ufer und Manager.

    • Chris sagt:

      Hey rob Danke fĂŒr den tollen Kommentar! Ich kenne oder kannte beide vorher nicht! Aber nach so einem Interview muss ich sagen ist er mir auch egal. Er hĂ€tte ja wenigstens so tun können als ob er laufen geil findet! Was will NB mit so einem? Und vor allem warum verprellt RW seine Leser und alles was jahrelang gepredigt wird… langsam an sowas rantasten! Den 5 Wochenplan fĂŒr Bucketlist LĂ€ufer feiere ich ĂŒbrigens seit Stunden 😂😂😂😂

  5. Ich laufe auch New York, auf eigene Kosten. Bin mal gespannt was da auf den Channels der ausgewĂ€hlten Influencer fĂŒr Content kommt.

  6. brennr sagt:

    Da sieht man deutlich, wo der Schwerpunkt liegt. NĂ€mlich nicht bei der ErfĂŒllung eines LĂ€ufertraums, sondern bei der Publicity. Und diese Fitness-Instagramer haben (warum auch immer) zig tausende Follower, die sich dann die tollen Selfies wĂ€hrend des Laufs anschauen. Es geht daher nicht um die Sache, sondern nur um Werbung. Bei Brooks war das ja vor kurzem Ă€hnlich. Authentisch ist das fĂŒr mich nicht und das durchweg positive Blabla / Lob kann ich nicht mehr hören.

  7. Eddy sagt:

    WHAT? Es ist einfach unfassbar, was dieser Hype um das Influencer Marketing fĂŒr einen Mist produziert. Dass die RW auch noch auf diese Sau setzt, die momentan durchs Dorf getrieben wird, ist wirklich sehr traurig und wirft einen Schatten auf das Blatt, das ich sonst so gerne lese.

    Ich kann nur hoffen, dass die Marketing-Verantwortlichen bald erkennen, dass es nicht die Instagramer und die (Fake-) Followerzahlen sind, mit denen eine erfolgreiche Kampagne aufgebaut wird. Und wenn dann alle wieder vernĂŒnftig sind, schlĂ€gt hoffentlich die Stunde der Blogger-Relations!

    • Chris Chris sagt:

      Hi Eddy,
      danke fĂŒrs Feedback. Wenn sich einer damit auskennt denn Mr. Trusted Blogs himself.
      Find es auch echt unverantwortlich einfach irgendeinen Fitnsshansel dafĂŒr zu nehmen aber ok muss NB wissen. Das RW das aber unterstĂŒtzt ist echt ne Nummer fĂŒr sich

  8. Hey, ihr Lieben, ich stoße leider erst jetzt auf Eure Kommentare, deshalb nur noch so viel: Verlasst Euch darauf, dass Eure Kritik bei mir angekommen ist! Und: wir bei RW lieben und leben diesen Sport und ich tue dies sogar schon seit Jahrzehnten, was grundsĂ€tzlich bedingt, dass wir eigentlich wissen, worĂŒber wir schreiben…:) Bleibt uns also weiter als kritische Leserinnen/Leser erhalten, gerne auch in PM! Euer Martin GrĂŒning (CR Runner‘s World, mgruening@runnersworld.de)

    • Chris Chris sagt:

      Hi Martin,
      Mensch fĂŒhle mich ja fast geehrt, das es dich zu uns auf den Blog verschlĂ€gt 😉
      Schön dass das auch mal weiter oben ankommt und hoffentlich ist nicht immer nur der schnöde Mammon im Vordergrund bei Artikeln wie diesem.
      Wollte dich eigentlich in FFM bei der Marathonmesse ansprechen dazu, aber du warst zu gefragt und die Schlange immer immer zu lang 😉
      Auch wir scheuen uns nicht mal was anzusprechen…
      Das DU selbst dafĂŒr stehst weiss ich!
      Danke das du dir die Zeit zum lesen und schreiben genommen hast!

  9. Andreas sagt:

    Ich lese die RW inzwischen nur noch sporadisch und hatte von diesem Interview nichts mitbekommen. Aber so wie sich das bei euch liest, kann ich nur zustimmen: das geht gar nicht! Und was New Balance geritten hat, versteht man wirklich nicht. Laut heutigem „Tagesspiegel“ sagen Experten dem GeschĂ€ft mit Influencern bereits das Ende voraus. Und jetzt weiß ich auch warum!

    • Chris Chris sagt:

      Hi Andreas,
      glaub nicht dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist, ausserdem mĂŒssten wir ja denn auch eine Auffanggesellschaft fĂŒr arbeitslose Influencer grĂŒnden 😉

  10. Katharina sagt:

    Ich persönlich finde, dass aus diesem Blogpost extreme Missgunst spricht. Es kommt einem so vor, als dĂŒrften, wenn es nach dem Post ginge, nur Menschen in NYC mitlaufen, fĂŒr die Laufen das GrĂ¶ĂŸte auf der Welt ist und die an einen Marathon mit der geschuldeten Ernsthaftigkeit herangehen. Wobei ich mich frage, was unter der geschuldeten Ernsthaftigkeit zu verstehen ist.
    NatĂŒrlich war die Vorbereitung von Jan Körber alles andere als gut. Dennoch finde ich es fragwĂŒrdig ihm zu unterstellen, dass er lediglich wegen des Trends einfach mal so einen Marathon mitlĂ€uft.

    Ich finde, dass New Balance mit ihrem LĂ€uferteam die richtige Wahl getroffen hat. Gerade durch die EindrĂŒcke auf Instagram wĂ€hrend des Marathons hatte ich das GefĂŒhl, dass es eben nicht um die beste Zeit im Ziel geht, sondern um den Weg und dass jeder, der das Ziel hat einen Marathon zu laufen, es auch schaffen kann.

    • Chris Chris sagt:

      Er sagt selbst Laufen hat im nie Spass gemacht und mit notwendiger Ernsthaftigkeit meine ich, das man da mehr als 5 Wochen trainieren sollte. Normal ist ein minimum von 12 Monaten wo man ĂŒberhaupt mal regelmĂ€ĂŸig die Gelenke an die Belastung rantastet!
      Klar kann man das so machen wie er und angekommen ist er auch, ob das aber ein gesunder Weg ist, bleibt dahin gestellt!

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