BerlinMan 2014 – auch die kleinen haben es in sich…

Es sollte unser Triathlon-Saison-Highlight 2014 werden. Nach vielen Wettkämpfen war es der vorletzte Triathlon des Jahres.
Da wir vorab ein kleines Interview mit dem Veranstalter geführt hatten, gab es am Freitag auf der Wettkampfbesprechung auch keine großen Überraschungen.

BerlinMan-Jedermann-titel

Leider kam mir 2 Tage vorm Wettkampf, die glorreiche Idee, mir die Laufstrecke mit Olli, Miele und Chrissi nochmal genau anzuschauen. Nicht das ich, wie am Werbellinsee, elendig eingehe. Ach und wenn wir schon mal zum Grunewald rausfahren, dann fahren wir nochmal die Radstrecke ab und Laufen noch locker aus, was ist schon so ne Sprintdistanz.

Jeder der den BerlinMan kennt oder schon mal daran teilgenommen hat, wird jetzt sicher schmunzeln, denn die Strecke auch wenn es “nur” ne Sprintdistanz ist, hat es in sich!

Gesagt getan, den “Willi” mit Rad befahren, danach warteten schon Miele und Olli am Strandbad Wannsee um gemeinsam mit uns die Laufstrecke zu testen. Kurzum da wir uns etwas verirrten, liefen Olli und ich noch eine 2. Runde und danach merkte ich schon

das war nicht meine beste Idee!

Freitag ziepten sie Beine schon leicht und Samstag war er da, der Muskelkater in den Beinen.
“Tapering” wäre das richtige gewesen, Belastung nach und nach herunterschrauben und fit für den Wettkampf sein. Hinterher ist man immer schlauer


Samstag morgen trafen wir uns direkt im Strandbad Wannsee an der Wechselzone. Es war so, als ob man heute jeden 2. Teilnehmer  kannte. Maudi, Klemens, Jan und Felix, die wir schon öfter bei Wettkämpfen sahen, oder auch mein ehemaliger Chef, sowie viele andere bekannte Gesichter tummelten sich unter den Teilnehmern. Heute wollten es von den Flitzpiepen Roggi, Chrissi, Miele und ich wissen. Marco musste leider mit Knieproblemen passen und Olli wurde zum Fotografen und Trainer ernannt, da er am Sonntag seine 1. Mitteldistanz meistern sollte. Jules hatte sich mit Dominik kurzerhand als Helfer entschlossen auch ihren Teil beizutragen und wies die Läufer später in die richtige Bahn.

Alles aufgebaut und dann die schwierige Frage Neo ja oder nein?! Die Wassertemperaturen erlaubten es und ich war hin und her gerissen. Leider war ich seit dem Werbellinsee nicht mehr im Wasser und da schwimmen bekanntlich meine schlechteste Disziplin ist (ja ich weiss der Rest ist auch nicht berauschend, aber das ist ein anderes Thema ), zwang ich mich in die Pelle und hoffe das er mich durch den Wannsee bringt. Zu erst startete die Quadrathlon WM, welche parallel ausgetragen wurde. Die Frauen starteten im Anschluss, dann ging es in 5min Abschnitten dem Alter nach hinterher. Ich gehörte zu den “jungen Wilden“, die 15min später das Feld von hinten aufrollen sollten.


Schon im Wasser merkte ich meine Waden und so kam ich mit Mühe und Not nach 15min endlich von der Schwimmstrecke. Der Flitzpiepen Fanclub am Steg feierte mich und alle an anderen wie immer spitzenmäßig an!!
Dann kamen sie die 80 Stufen des Horrors. Voller Elan nahm ich gleich immer 2 um nicht so viele machen zu müssen und Zack war wieder die Wade zu.

AHHHHHH warum heute! Warum musste ich Donnerstag so übertreiben. Warum war es so warm heute und warum mache ich noch weiter. Es kamen schon hier erste Gedanken an ein DNF, ich kann heut eh nix mehr reißen, also warum weiter quälen.
Aber nicht mit Olli, der jagte mich unerbittlich die Treppen hoch: “Nimm jede Stufe einzeln, kleine Schritte, immer weiter!”

Besserwisser, Klugscheißer… du warst Donnerstag…..ach Mist er lief ja neben mir…

Ok Chris reiss dich zusammen!
In der Wechselzone und am Rad angekommen ,wieder das gleiche Problem, wie am Liepnitzsee. Die Waden krampften beim Neo ausziehen und ich kam einfach nicht raus! Man muss sich das vorstellen, wie in der Werbung wo die Frau versucht in die viel zu enge Jeans zu kommen, nur umgekehrt.  Das kostete mich bestimmt nochmal 2-3min (gefühlte 10min )extra.

Endlich auf dem Rad, keulte ich nochmal die 24km, was die Beine hergaben. Es war zwar nicht soviel, aber egal.
Chrissi und Miele sah ich auf den letzten Kilometern der Rücktour schon auf der Laufstrecke und Roggi kassierte ich mit ihrem Mountainbike noch kurz vor der Wechselzone. Nun hieß es eigentlich nur noch das Wetter genießen und das Ding in Ruhe nach Hause zu schaukeln. Der Wechsel Rad/Laufen war immer einer meiner besten und so war in nicht mal 40 Sekunden wieder auf der Strecke. Hier standen dann wie erwähnt Jules und Dominik und feuerten mich nochmal an und leiteten mich direkt auf die Laufstrecke. Schon ging es los, ich wollte vom Ehrgeiz gepackt nochmal ein bisschen raus holen und die Muskeln sagten mir schonend, aber bestimmt :

“Das kannst du schön vergessen!”

Also Tempo drosseln und im normalen Tempo durch. So lief es denn auch krampffrei bis zum Schluss und ich konnte meinen Zieleinlauf mal genießen, ohne mich ab zu hetzen oder noch einen Schlussspurt hinzulegen.

Eine Mischung aus Freude, Enttäuschung, Ärger über mich selbst erwarteten mich im Zielbereich.

Hier waren Sie auch schon, alle anderen Finisher, die “gefühlt” Stunden vor mir schon hier gewesen sein müssen. Egal, es wurde doch kein DNF und ich konnte mich am Ende dann doch über eine einigermaßen gute Zeit und den 206 Platz von knapp 550 “freuen”.

Chrissi musste beim Laufen leider kurz pausieren, weil sie auf der Strecke leider zuviel Verpflegung zu sich nahm und der Magen krampfte.
Roggi, hatte mit dem Mountainbike die Weisheit mitgenommen, dass auf 24km ohne Rennrad, es ein relativ aussichtsloser Kampf ist!
Nur Miele hatte nen rundum guten Tag erwischt und kam super durch.

So lernt man bei jedem Wettkampf immer wieder …

was man machen kann, aber wohl nicht machen muss!

Alles in allem war es aber ein tolles Event, in dem rundum gut organisierten und natürlich mit spitzen Location,
können wir gut verstehen, warum es immer nach kurzer Zeit ausverkauft ist.

Einziger für mich persönlicher Wermutstropfen war, das NUR die Finisher der Mitteldistanz eine Medaille bekamen!!

Die hol ich mir aber 2016 !

 

Platz Pl. M/W Name AK AK M/W Endzeit Schwimmzeit Radzeit Schw+Rad Laufzeit
206 184 Koch, Christian TM30 21 1:34:34 0:18:26(276) 0:50:35(201) 1:09:01(197) 0:25:33(235)
209 23 Rümler, Djamila TW25 2 1:34:50 0:20:44(402) 0:50:31(197) 1:11:15(266) 0:23:35(119)
233 32 Voigt, Christiane TW25 5 1:36:14 0:18:05(228) 0:51:05(216) 1:09:10(202) 0:27:04(314)
456 120 Roggentin, Nicole TW35 19 1:51:12 0:19:06(304) 1:05:16(518) 1:24:22(499) 0:26:50(301)

 

Run on…Chris

Chris

2 Kommentare zu BerlinMan 2014 – auch die kleinen haben es in sich…

  1. nimm das positive mit, leider gibt es auch solche tage…
    war ein sehr schöner tag mit euch.

    • Chris Chris sagt:

      Mach ich sowieso, ist ja das erste Triathlonjahr überhaupt und da muss man Fehler machen um draus zu lernen. Das mit den Fehlern kann ich sogar sehr gut ;) Bei Twitter wäre es ein neues Kapitel zum kommenden Bestseller : “1001 Fehler im Ausdauersport”… (Grüße an den #Twitterlauftreff)

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