Home Laufen BIG25 – We Pace, You Race – Mit Konfetti zur Bestzeit!

BIG25 – We Pace, You Race – Mit Konfetti zur Bestzeit!

von Olli

[dropcap]BIG25 [/dropcap]Für die einen ist es eine lockere Einheit, für die anderen eine Grenzerfahrung. Pacemaker zu sein und das Häschen zu spielen ist eine großartige Aufgabe. Es gilt zu motivieren und den Läufern mit Spaß und Witz zur Seite zu stehen. Gleichzeitig sollte man versuchen ein gleichmäßiges Tempo zu laufen, die Strecke abschätzen können, womöglich die auch die Windrichtung. Beim Airportrun 2014 hab ich Miele zu ihrer 10km Bestzeit verholfen und ein Jahr später konnte auch Jules davon profitieren. Diesmal durften wir als offizielle Pacer an den Start gehen. Chris durfte beim BIG25 2014 schonmal ran und nun waren Marco und ich an der Reihe.

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[dropcap]10km 60min [/dropcap] Das ich für diese Distanz mit dieser Zeit der Pacemaker sein durfte machte mir große Freude. Schon am Morgen wo wir unsere Rucksäcke mit den Fahnen abholten begann der Spaß. Wenn man viele Menschen kennenlernen möchte = Fahne mit Zielzeit ordern ;)

Ich persönlich machte mir noch einen Spaß, dass ich auf Fragen wie “60 Min. auf 10 km oder?” Antwortete: “Niemals, das ist eine knallharte 25km Zeit. Ich bin der Pacemaker der Kenianer”.  Trotz aller Freude muss ich sagen, war das ein hartes Stück arbeit. Sonst läuft man einfach nur seine Strecke. Man freut sich sogar wenn man schneller als sonst läuft… hier war alles anders. Die Leute orientieren sich an deiner Zeitfahne und du bist dafür verantwortlich die Zeit zu halten. Also merkte ich am Anfang schnell das wir Zeit wiedergutmachen müssen, da im Getummel keine ordentliche 6min/km Pace möglich war. Über die ganze Zeit machte es sehr viel Spaß die Leute zu animieren und zu motivieren. Auf Fragen “wie weit noch” oder “sind wir gut in der Zeit” konnte ich stets positiv antworten und auch die Leute etwas anheizen alles aus sich heraus zu holen ;) Fies war der Zieleinlauf. Hatte man die gesamte Strecke die gleichen Gesichter um sich, zogen diese beim Einlauf ins Stadion noch einmal richtig los. Man selber musste sich ganz schön zusammenreißen den Sprint doch nicht anzugehen. Im Ziel dann noch einmal ein kleiner Schock, die Uhr zeigte 10,2 km an, dass war so nicht geplant. demnach lag die Zielzeit bei ca. 60:40 Min (10 km ganu auf 59:46 min). Dennoch würde ich es immer wieder machen. Ehrgeiz mal bei Seite und mit den anderen Läufen den Run genießen.

[dropcap]21km 01:45h [/dropcap] Kaum hatten wir unsere Fahnen aufgesetzt wurden die Hälse der Mitläufer immer Länger. Hätte nie gedacht das man so sehr im Mittelpunkt eines Rennes stehen kann. Vor allem weil es noch nicht mal gestartet ist. Die Fragen ob ich die 01:45 auf 25km laufen möchte beantwortete ich mit einem lockeren “Nee, heute nicht” Und die kam oft. Hier die bitte an den Veranstalter, die Fahnen auch mit der Distanz zu bestücken. Als ich nach 5km die Frage wieder an den Kopf geworfen bekam musste ich nur noch lachend verneinen. Der betroffende hat schockiert die Beine in die Hand genommen. Auch als ich am Abzweig zum HM war konnte ich im Augenwinkel erahnen wie einige in Richtung 25km einen Zahn zu legten.

 

Nichts desto trotz blieben mir einige Mitläufer treu und rückten mir auf die Pelle und in den Windschatten. Selbst die Hacken wurden nicht verschont. Da uns der Wind auf dem Rückweg wie erwartet sehr schorf entgegen kam konnten wir dennoch ohne Hektik ein gutes Tempo laufen. Hatten wir doch 40 Sek. auf dem Hinweg gut machen können. Somit konnten wir den Zuschauern auch noch mit etwas Konfetti einheizen, denn viel war diesmal nicht los auf den Bürgersteigen Berlins.

Ein Highlight für mich war das erwartete Einholen der schnellen 25er. Es war nur eine Frage der Zeit bis die ersten bekannten Gesichter an uns vorbei huschten und bei dem Tempo noch einen lockeren Spruch parat hatten. Klasse! Den hatte mein Gefolge wahrlich kaum noch, die Kantstraße hoch zum ICC und weiter zum Theodor-Heuss-Platz verlangte ihnen alles ab. Hier mussten einige ihre Körner lassen. Die, die sich durch bissen huschten aus dem Windschatten heraus und flitzten die Reichstraße runter, ohne mich. Das war also der Dank?? Nein, den bekam ich im Ziel! Obwohl ich die vorgegebene Zeit um 25sek verpasst habe (min. Streckenabweichung) bedankten sich viele für den tollen, gleichmäßigen Lauf.

Bitte ;) gerne wieder!!

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Danke an den Veranstalter – Berlin läuft! – für das in uns gesetzte Vertrauen.

Man sieht sich, mit oder ohne Fahne!

 

 

 

 

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