Projekt Urbanian Run 1.0 Berlin vs. Airport-Night-Run BER – Doppelt hält besser

Veröffentlich am: 17. April 2014

In der Kategorie: Laufen

Verfasser(in): Olli

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Die letzte Schwimmeinheit am Freitag war eigentlich gut gewählt, ging natürlich auf die Arme. Die braucht man ja eher weniger um auf 10km seine Bestzeit zu laufen. Ich war nämlich für Samstag Abend um 20:00 Uhr beim AirportRun gemeldet. Das war der Plan…

Doch trotzdem hat mich dieser Urbanian Run, der am selben Tag stattfand und zum ersten Mal in Berlin ausgetragen wurde, dermaßen gereizt. dass ich an diversen Gewinnspielen teilnahm, um einen Startplatz zu bekommen. So hab ich mich auch bei den Running Twins eingetragen. Pläne ändern sich eben, erst recht wenn man dort auch noch einen Startplatz gewinnt. Danke!! Die Freude war groß, lieber einen Hindernissparkour bestreiten, als eine lange Landebahn abzulaufen. Das habe ich im Anschluß trotzdem noch getan, als Pacemaker für Miele ;)

Erst am Nachmittag um 15:00 Uhr war der Start des Urbanian Run. Genug Zeit also um mir eine kleine Ernährungsstrategie zurecht zu legen um bei 2 Läufen an einem Tag nicht irgendwo auf halber Strecke liegen zubleiben. Morgens also einen Smoothie und diesmal von Ultra-Sports den “Starter”. In Verbindung mit Obst, Jack Link´s Trockenfleisch und einigen von den Startershakes kam ich über den ganzen Tag.

Bei der Startnummernausgabe herrschte zwar dicke Luft, aber auf dem restlichen Veranstaltungsgelände neben dem Olympiastadion lief es relativ entspannt zu. Roggi und ich waren also bereit, um uns der ersten urbanen Herausforderung in Berlin zu stellen. Auf der Homepage des Veranstalters wurden die Hindernisse groß angepriesen, vor allem wie man trainieren sollte, um diese überhaupt überwinden zu können…

Roggi war etwas angeschlagen, dennoch wollte sie unbedingt starten, wie es ihr erging schreibt sie euch am besten selbst ;)

“Ich war die Woche mit meinen “Einheiten” kürzer getreten. Die letzte Schwimmeinheit war am Montag – ich wollte meine Kräfte sparen für den ersten UrbanianRun in Berlin. Im letzten Jahr hatte ich meine Erfahrung beim Urbananthlon in Hamburg gemacht und der hatte es echt in sich gehabt.

Aber leider … wach geworden am Samstag morgen – gekränkelt und überlegt, ob ich überhaupt starten soll.  Schließlich habe ich mich doch entschieden zu laufen.

Um 13:30 Uhr war ich am Olympiapark, habe meine Startunterlagen abgeholt,  nicht lange angestanden und bin dann mit Olli und Miele weiter aufs Veranstaltungsgelände.

Das Wetter war optimal und als sich Olli seinen Startplatz im I. Block gesichert hatte, schien auch bei ihm die Sonne aufzugehen.

Pünktlich um 15:00 Uhr ging es los.

10,9,8,7… “Peng” und Olli war weg – eigentlich sollte ich im Startblock IV starten – also 21 Minuten später – habe mich dann aber mit meinem Mitläufer Michael noch in den III. Block gemogelt.

Um 15:14 Uhr ging es dann auch für uns los. Die ersten Meter waren beengend, Michael lief mir auch schon davon und ich sah zu, dass ich mich einigermaßen frei lief. Die Runde auf den Sportplatz ließ dann aber schnell das Feld auseinanderreißen.  Die ersten Hindernisse wurden genommen … z. B. mit einem Paket unterm Arm auf einem Spinnennetz nach oben klettern und herunterrutschen, dann durch Rohre robben  und dann ging es ab in den Wald . Die erste Steigung ging noch – der zweite Teil war anstrengend und danach fühlte ich mich nur noch schlapp und meine Beine waren schwer  – so ein Mist. Zum Glück kam dann erst mal eine gerade Strecke. Motorhauben von Autos mussten überwunden werden , Container klettern war angesagt und irgendwann merkte ich, dass es besser lief – so ab km 5. Ein paar Treppen galt es zu überwinden – wirklich kein Vergleich zu den Treppen beim Urbanathlon in Hamburg.

So ab km 8 sah ich dann vom Weitem die Halfpipe – aber zuerst ging es auch hier noch einige Meter/Stufen hoch – an der Seiten waren dann “unsere Fans”: meine Eltern, Miele und meine Freundin Andrea, die mich noch mit “einigen” Worten motivierten. Die Halfpipe kam in Sicht und vor dieser hatte ich  Respekt – hing ich doch in Hamburg kurzzeitig oben an der Kante fest, bis ich es dann doch schaffte mich hochzuziehen. Aber die Halfpipe war nicht ganz so hoch und ein, zwei, drei war ich oben und rutschte auch schon wieder die Stange runter. So beflügelt  ging es dann auch “in den letzten Kilometer”.  Die letzten Meter wurde ich von Olli begleitet – überwand das letzte Hindernis und lief mit einem “Juhuuuu”  ins Ziel. Medaille um den Hals bekommen, Olli um den Hals gefallen  und mich mit ihm über seinen  6. Platz gefreut.”

 

Der erste UrbanianRun in Berlin hat wirklich Spass gemacht, dass Gelände bzw. die Strecke war super gewählt. Mit der Hilfe von Ilka Groenewold und EnergyBerlin wurden auch die Zuschauer im Start und Zielbereich gut unterhalten.

 

So leicht wie sich die Strecke bei Roggi anhört war sie eigentlich auch. Die Hindernisse waren schnell überwunden, also keine Herausforderung für jemanden der eine normale Fitness besitzt. In den Containern mit “Überraschung” drin… war leider nix. Dort wo 2 LKW stehen sollten, stand ein Anhänger den man mühelos hinter sich ließ. Unter dem Hangelhindernis waren auch keine Seile gespannt, wie es auf der Internetseite erwähnt wurde.

 Fazit:

Der Urbanian Run ist ein guter Lauf für Einsteiger, die es wissen wollen. Wir freuen uns über eine Veranstaltung dieser Art in Berlin zu haben. Die Strecke war sehr gut gewählt, die Hindernisse jedoch meiner Meinung nach noch etwas zu “soft”. Ich würde mir noch mehr Autos, Container und Boxen zum Kraxeln wünschen. Da zahlt sich das Startgeld von 49-59 Euro dann auch aus.

Hier findet ihr die Ergebnisse des Urbanian Run

Wen jetzt das urbane Fieber gepackt hat, dem sei gesagt das eine Rangliste über alle 5 Läufe erstellt wird. Deine drei besten Platzierungen werden am Ende addiert und daraus ergibt sich deine glorreiche Endplatzierung.

Und das Beste daran: Wir verlosen Startplätze! Für welche Städte, dass erfahrt ihr demnächst hier und auf unseren Fanpages von Facebook und Twitter. Also schaut ab und zu mal rein!

Unbenannt

 

Zum krönenden Abschluß der Airport-Night-Run auf dem BER!

Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, um Nadin einen “high five” mit auf dem Weg zu ihrer HM-Bestzeit zu geben. Glückwunsch dafür!

Miele und ich hatten vorher ausgemacht, dass wir den Lauf durchweg um die 04:48 Pace laufen wollten und ich somit das erste Mal als Pacemaker fungierte. Ich hatte ja schließlich schon genug Zündstoff am Nachmittag beim Urbanian Run verpulvert. Gestartet wurde in Block 2, in dem wir uns zum Glück etwas nach vorne drängeln konnten.

Als um 19:00 der Startschuss erklang war die Sonne schon untergegangen und uns erwartete eine hell erleuchtete Landebahn. Die ganze Meute flitzte los, wir reihten uns jedoch erst mal gemütlich ein. Die Gesichter der Halbmarathonis hättet ihr sehen müssen als ca. 1500 frische Läufer auf die Strecke sprangen ;)

Blick auf die Uhr… passt.

Nach der Hälfte zogen wir das Tempo leicht an. Die Pace auf der Uhr ist die eine Sache, aber die entgültig gelaufene Strecke eine andere. Ich ließ Miele am Wasserstand vorbei laufen, damit ich ihr etwas holen konnte, schließlich wollten wir keine Zeit verlieren. Danach schickte ich sie wieder in meinen Windschatten, immer mit dem Blick auf die Geschwindigkeit.

Am Ende war es eine “Punktlandung” – aus den geplanten 47:59 min. sind exakt 47:57min. geworden. Das ergab einen respektablen 22. Platz in der Frauen Hauptklasse. Toll gelaufen!!

Hier findet ihr die Ergebnisse des Airport Night Run

Und hier die Daten bei Sportics

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2 Kommentare zu Projekt Urbanian Run 1.0 Berlin vs. Airport-Night-Run BER – Doppelt hält besser

  1. Avatar Din sagt:

    Wir konnten ja schon persönlich über die Läufe sprechen, aber auch hier noch einmal Glückwunsch zu den starken Zeiten und top Platzierungen.

    Da bin ich jetzt ja mal gespannt, wie es bei den anderen Urbanian Läufen so ausgehen wird. Aber eigentlich bin ich mir ganz sicher, dass du auch dort ganz vorn landen wirst. Auf jeden Fall schon einmal viel Spaß bei der Vorbereitung.

    Als Pacemaker unterwegs zu sein und andere zu eine schönen Zeit zu verhelfen, finde ich ja auch immer wieder sehr schön. Klasse, dass du diese Erfahrung nun auch gemacht hast.

    PS:
    Lieben Dank für die Verlinkung!

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