10. Airport Night Run – ein Nachbericht und ein Abschied

Veröffentlich am: 6. Mai 2016

In der Kategorie: Laufen

Verfasser(in): Chrissi

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Nachdem wir bereits im letzten Jahr einen riesen Spaß beim „Airport-Night-Run-2015 “ hatten, war der Lauf bereits als fester Termin in unserem Terminkalender vermerkt.
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Verletzungsbedingt starteten zwar leider nicht mehr ganz so viele Flitzpiepen wie im letzten Jahr, aber vier Piepen gingen über die 10 km an den Start, Olli und Maudi wollten sogar den doppelten Spaß und gingen beim Halbmarathon an den Start. Für mich selbst war der „Airport-Night-Run“ noch aus einem anderen Grund etwas Besonderes: Es war mein vorerst letzter  „Wettkampf“ als aktive Flitzpiepe…

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es aber auch einige organisatorische Änderungen beim „Airport-Night-Run“. Der Start-Ziel-Bereich war nun unmittelbar vor dem neuen Flughafenterminal. Im letzten Jahr war der Start-Ziel-Bereich noch einige 100 Meter vom neuen Flughafen entfernt. Auch wenn man von diesem Flughafen sonst nur negative Meldungen hört, fand ich es schon eine sehr schöne Kulisse und beeindruckend zu sehen. Ein weiterer Vorteil des neuen Start-Ziel-Bereiches war, dass die beiden anliegenden Parkhäuser von den Teilnehmern genutzt werden konnten. So war es zum Start wirklich nur ein Katzensprung.

Nachdem alle Ihre Startunterlagen abgeholt hatten und die obligatorischen Gruppenbilder gemacht wurden, ging es für Olli und Maudi auch schon direkt in den Startblock. So hat Maudi den „Airport-Night-Run“ erlebt:

Maudi: Für mich war es dieses Jahr die zweite Teilnahme. Nachdem ich letztes Jahr bei der Party-Konfetti-Gute-Laune-Runde auf den 10 km fast umgekippt wäre, weil mich Schwindel begleitete, wollte ich in diesem Jahr den Lauf genießen. In meinen Augen eignet sich die Strecke sehr gut für eine neue Bestzeit.


Sie ist flach und hat wenig Kurven und ist sehr breit, so dass man auch ohne Probleme an den 10 km Läufern, welche ja später starten und auf welche man irgendwann aufläuft, locker vorbei kommt. Mit dem Wind kann man Pech haben, aber Olli und ich hatten auf der ersten Runde hervorragende Arbeit geleistet, so dass wir uns ständig abwechselten. Der Wind war jetzt auch nicht so stark. Ich wollte auch meine gute Form mitnehmen und gucken was geht. So starteten wir vorne und drückten gleich aufs Tempo. Erste Runde auf dem Hinweg hatten wir leichten Rückenwind und überlegten uns dann wie wir es auf dem Rückweg machen. Lücke schließen und Windschatten lutschen oder eigenes Tempo machen. Im Nachgang muss ich grinsen, wenn ich daran denke, das wir uns bei einer 3:57 Pace unterhielten :-) Olli machte dann die Lücke zu und wir liefen in einer 4er Gruppe. Dann kam aber der Wettkämpfer in mir raus und ich lief einfach unser Tempo weiter, so dass wir wieder zu zweit waren. Lief aber sehr gut, da wir uns ständig abwechselten. Olli meckerte mit mir, weil es nicht clever war, alleine zu laufen. Ich hatte aber schon die nächste Läufergruppe im Visier. 10 km Durchgangszeit war bei etwa 39:30 min. Wir waren also beide auf Bestzeitkurs. Dann ab etwa Kilometer 11 fiel Olli in ein Loch und der Kopf wollte nicht mehr. Es fielen Sprüche wie “Lass mich alleine Sterben” und “Mach dein Rennen”. Für mich war aber klar, das ich ihn hier durchschleife. Wir hatten zusammen angefangen und dann laufen wir auch zusammen ins Ziel. Tempo wurde dann erstmal leicht raus genommen. Wir überholten dann auch die ersten 10 km Läufer, welche bei Kilometer drei oder vier, eine gemütliche Spazierrunde zelebrierten. Ich frage mich immer, warum Leute sich dann für einen Lauf anmelden.


Da die zweite Runde etwas anders gesteckt war hatte ich zeitweilig Orientierungsprobleme. Wenn man als Brillenträger ohne Brille läuft und dann die Dämmerung dazu kommt, wird das im zunehmenden Alter immer schwerer ;-) Es gab auch einen herrlichen Sonnenuntergang und wir scherzten, ob wir Hand in Hand weiter laufen wollen. Nachdem Olli sein Tief überstanden hatten, konnten wir das Tempo auf den letzte vier Kilometer nochmal erhöhen und flogen im Synchronflug über die Rollbahn an den anderen Läufern vorbei. Teilweise dann bißchen eng, aber man muss nur laut genug rufen, dann springen alle vor Schreck zur Seite. :-) Im Ziel dann eine meiner schönsten Medaillen abgeholt und meine Halbmarathon Bestzeit verbessert. Ziel erreicht! Mal gucken wann wir das wiederholen….

Wir 10-Km Läufer durften uns 30 Minuten nach den Halbmarathonis auf die Strecke begeben. Da auch bei uns Einige ihre persönliche Bestzeit verbessern wollten, liefen wir in diesem Jahr nicht alle zusammen. Im letzten Jahr hatte ich Sarah bei ihrer neuen Bestzeit unterstützt. Für mich stand diesmal aber nicht die Zeit sondern der Spaß im Vordergrund, ich wollte einfach nur einen schönen Lauf erleben und die Atmosphäre genießen. Glücklicherweise sah Sarah das genauso und so beschlossen wir gemeinsam über das Rollfeld zu schweben. :-) Einen ersten Nachteil des neuen Starts zeigte sich bereits nach einigen Metern: Um auf das Rollfeld zu gelangen, mussten wir erst einmal an den diversen Flughafengebäuden vorbei. Die Gassen waren teilweise doch wirklich eng, sodass hier ganz schön gedrängelt wurde. Nach ca. einem Kilometer ging es aber endlich aufs Rollfeld und wir konnten dem Sonnenuntergang entgegen laufen. Die Stimmung bei den Läufern war wirklich gut, wir trafen unterwegs auch eine Menge bekannter Gesichter. Zuschauer die an der Strecke Stimmung machen, gab es allerdings nicht. Dafür muss ich aber den Helfern ein großes Lob aussprechen: Fast jeder hat versucht die fehlenden Zuschauer zu ersetzen und uns zu motivieren. Die ersten 6 Kilometer verliefen bei uns auch reibungslos, dann merkte ich allerdings wie meine Beine langsam immer schwerer wurden. Ich wollte Sarah ziehen lassen, die natürlich noch topfit war, aber sie wich mir einfach nicht von der Seite. Auch wenn ich sie ungern gebremst habe, war ich doch sehr dankbar, dass sie mich so gut zum Durchhalten motiviert hat. Die Sonne war inzwischen komplett untergegangen und die gute beleuchtete Zielgerade war nicht mehr zu übersehen. Nachdem wir uns noch einmal eine Konfettidusche von den jubelnden Flitzpiepen-Supportern abgeholt haben, nahmen wir noch einmal unsere Beine in die Hand und sprinteten glücklich ins Ziel. Wie bei allen „Berlin-Läuft“ Veranstaltungen gab es auch diesmal wieder eine wirklich schöne Medaille, die sogar im Dunkeln leuchtet :-)


Der Zielbereich selbst war allerdings total überlaufen. Sarah und ich haben leider auch keine Verpflegungsstation im Zielbereich entdeckt und waren froh dem Gewusel zu entkommen. Von den anderen Piepen haben wir hinterher erfahren, dass es eine Verpflegungsstation gab, diese aber sehr weit weg war. Wir machten uns glücklicherweise relativ zügig zu unserem gemeinsamen Teamessen beim Italiener auf den Rückweg, sodass wir für die Ausfahrt aus dem Parkhaus nur 5 Minuten brauchten. Alle ausfahrenden Autos aus zwei Parkhäusern auf einer Spur zusammen zu führen, ist nicht gerade ideal. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie lange die Teilnehmer gebraucht haben, die noch länger geblieben sind. Auch der Auslauf nach dem Ziel muss nächstes Jahr länger sein, man wurde gleich die Treppen herunter geleitet, welche leider sehr voll und eng waren. Die Zielverpflegung war leider auch nicht ganz optimal organisiert, die armen Halbmarathonis, die viel später als wir ins Ziel kamen standen wahrscheinlich für ihr Bier nochmal ein Kilometer an. Wir haben uns ja schon nichts geholt, weil die Schlange schon 200 m lang war. Hier sollte im nächsten Jahr unbedingt etwas geändert werden. Der Rest war wie immer Spitze! Danke Berlin Läuft !

Alles in allem war der „Airport-Night-Run“ für mich ein wirklich schöner letzter Lauf. Sarah ich danke dir, dass du mich so toll motiviert hast!
Ich widme mich ab jetzt der Flitzpiepen-Nachwuchsförderung ;-)

6 Kommentare zu 10. Airport Night Run – ein Nachbericht und ein Abschied

  1. Steffie sagt:

    Langsame und noch nicht so fitte Läufer melden sich bei solchen Events an um Spaß am Sport zu haben. Schade, dass von den Schnellen die Teilnahme von langsamen Läufern immer wieder in Frage gestellt wird.

    • Chris Chris sagt:

      Hi Steffie, das war sicher nicht so negativ von Maudi gemeint! Ich bin selbst nicht der schnellste und lass mich davon auch nicht beirren, aber dieses Auflaufen ist halt für die, die wirklich flink sind doof und sollte man anders regeln. Hey ausserdem kennst du uns doch schon ne weile und weiss doch das wir oft genug selbst in der Menge rumtoben um Spass zu haben und nicht nur bestzeiten zu reissen ;)

    • Maudi Maudi sagt:

      Hallo Steffie, das war auf keinen Fall negativ gemeint oder soll deine Teilnahme in Frage stellen. Ich mache da auch mit, weil ich Spaß daran habe. Ob nun schnell oder langsam, das ist eine Jedermann Veranstaltung und jeder ist willkommen und soll dort das absolvieren, was er an dem Tag mag. Wenn ich schnell laufe, dann muss ich mir vorher überlegen, ob ich das da kann, wenn nicht muss ich halt bei einer anderen Veranstaltung schnell laufen. Ich verstehe nur die Leute nicht, die da wirklich spazieren. Mag sein das in dem kurzen Augenblick der Eindruck getäuscht hat, aber in meinen Augen hat das nur die Shisha-Pfeife gefehlt.

  2. Andreas sagt:

    Schöne Berichte und tolle Fotos (besonders Olli am Start hat mich beeindruckt ;-)
    Dir, Chrissi, wünsche ich alles Gute bei der „Nachwuchsförderung”!

  3. Das sind ja alles fantastische Nachrichten! Herzlichen Glückwunsch, liebe Chrissi! Lasse es dir gut gehen.

    So und nun jetzt herzlichen Glückwunsch an all eure Finisher! Da wurde ja mal wieder ordentlich gekämpft!

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